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Strategiepapier gegen die Wohnungsnot in Buxtehude beschlossen

In Buxtehude soll das Strategiepapier helfen, mehr günstigen Wohnraum zu schaffen Fotos: tk/Montage: MSR
So will Buxtehude günstigen Wohnraum schaffen / Kritik kommt von der Linken

tk. Buxtehude. Der Sozialausschuss hat bei nur einer Enthaltung das Strategiepapier Wohnen, das helfen soll, mehr günstigen Wohnraum zu schaffen, verabschiedet. Für Benjamin Koch-Böhnke (Linke) geht das Strategiepapier allerdings nicht weit genug. Die übrigen Ausschussmitglieder waren nach intensiver Diskussion aber überzeugt, dass dieses Konzept der Einstieg in eine bessere Versorgung mit bezahlbaren Wohnungen sei.
Koch-Böhnke monierte gleich zu Beginn der Sitzung: Das Ziel von 30 günstigen Wohnungen zusätzlich im Jahr reiche nicht. Um ein späteres Auslaufen der Mietpreisbindung zu verhindern, müsse die Stadt selbst oder eine stadteigene Einrichtung bauen und vermieten. "Sie blocken vernünftige Lösungen ab", kritisierte der Linken-Politiker.
Auch Vertreter von FDP, CDU und SPD waren der Meinung, dass eine Quote von 20 bis 30 Prozent preiswerter Wohnungen bei Neubauvorhaben im Geschosswohnungsbau nicht ausreichten. Fachgruppenleiterin Susanne Epskamp und Erster Stadtrat Michael Nyveld warnten aber vor zu hohen Vorgaben für Investoren. Epskamp: "Das muss sich immer noch rechnen."
Für die beiden Verwaltungsvertreter ist das Strategiepapier ein Werkzeug, das jetzt erprobt werden müsse. Etwa bei den Verhandlungen mit einem Investor für das städtische Grundstück am Schützenhofweg, das aktuell auf dem Markt ist. Bei Bedarf könne das Strategiepapier immer noch überarbeitet werden.
Eine stadteigene Baugesellschaft werde es nicht geben. Laut Verwaltung müsste die über mindestens 600 Wohnungen verfügen, um halbwegs kostendeckend zu arbeiten.  Christel Lemm (SPD) sagt, dass eine enge Zusammenarbeit mit der Buxtehuder Wohnungsbau-Genossenschaft dagegen der richtig Weg sei. Auch Bettina Priebe (Grüne) sieht die Stadt mit dem neuen Konzept auf dem richtigen Weg. 
Sylvia Köhnke (CDU) brachte einen weiteren Aspekt in die Diskussion ein: Junge Familien, die bauen oder kaufen wollten, könnten sich das oftmals nicht leisten bzw. bekämen nicht die notwendigen Kredite. "Wir sollten daher über Mietkaufmöglichkeiten nachdenken", forderte sie.
Jetzt muss noch ein Katalog mit Kriterien erarbeitet werden, der bei der Vergabe von preisgünstigen Wohnungen über die Stadt Anwendung findet.