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Streik: Diese Kitas sind im Landkreis Stade dicht

Viele Erzieherinnen befinden sich im Arbeitskampf. Sie wollen eine höhere Anerkennung für ihren Berufsstand (Foto: bc)
Unbefristeter Streik: Welche Einrichtungen geschlossen sind

tk. Landkreis Stade. Seit Freitag wird in vielen kommunalen Kindergärten und Kindertagesstätten im Landkreis Stade unbefristet gestreikt. Den Erzieherinnen und Erziehern geht es um einen höheren und gerechteren Lohn. Ihr Job werde anspruchsvoller, doch die Entlohnung in den sozialen Berufen hinke dem steigenden Anspruch hinterher.
Der Landkreis Stade ist in der Elbe-Weser-Region ein Schwerpunkt des von der Gewerkschaft ver.di ausgerufenen Arbeitskampfes. Aber: Nicht in allen Städten und Gemeinden sind die kommunalen Kitas dicht. Ein Überblick:
• In Drochtersen hat der Streik laut Bürgermeister Hans-Wilhelm Bösch "gravierende Auswirkungen". Während die Krippen-Betreuung aufrechterhalten werden soll, gibt es bei den Kindergarten-Kindern Einschränkungen. Rund 100 Kinder können nicht betreut werden. Der Notfallplan sieht nur insgesamt 50 Plätze in zwei Gruppen vor. Ca. zehn von 21 Kita-Mitarbeiterinnen streiken.
• Auch in Stade müssen vier städtische Kitas komplett geschlossen werden: an der Beethovenstraße, im Altländer Viertel, in Haddorf und in Bützfleth. Das Krisenmanagement sieht 50 Plätze in zwei Notfallgruppen an der Beethovenstraße vor.
Bürgermeisterin Silvia Nieber weist jedoch darauf hin, dass dort nicht alle Kinder aus den vom Streik betroffenen Kindertagesstätten betreut werden können.
• In der Samtgemeinde Apensen wird zwar nur in einer Kindertagesstätte, nämlich "Die Freunde", gestreikt, dafür aber gleich in sieben von insgesamt zwölf Gruppen. Zusätzlich findet keine Betreuung in einer Hortgruppe statt. Damit sind inklusive der Hortkinder 160 Kinder betroffen. "Mir wäre es natürlich lieber, wenn wir von den Streiks ausgenommen wären, und es ist vor allem sehr ärgerlich für die Eltern", sagt Samtgemeinde-Bürgermeister Peter Sommer. "Aber es ist das Recht eines jeden Arbeitnehmers, sich für seine Rechte einzusetzen."
• In der Samtgemeinde Oldendorf-Himmelpforten sind laut Kita-Ressortchef Jens Martens maximal zwei Einrichtungen vom Ausstand betroffen: Die Belegschaften in Gräpel und in Oldendorf würden sich - bei einem entsprechenden Aufruf durch die Gewerkschaft, eventuell an dem Ausstand beteiligen. In beiden Fällen würden sich die zuständigen Mitgliedskommunen dann um eine Notregelung bemühen.
• Die Hansestadt Buxtehude sowie alle übrigen Kommunen im Kreisgebiet sind vom Streik derzeit mutmaßlich nicht betroffen. Es befinden sich zwar vereinzelt auch dort Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter im Streik, doch die reguläre Öffnung bleibt gewährleistet