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Torfweg in Buxtehude: Kritik am "Shared Space"

Der Shared Space am Torfweg: Wie dieses in Buxtehude einmalige Projekt funktioniert, überwacht die Stadt mit einem einjährigen Monitoring (Foto: tk)

Zu gefährlich für Kinder? Das Verkehrsprojekt am Torfweg wird vom Planungs-Team weiterhin begleitet

tk. Buxtehude. "Vor allem für Kinder unübersichtlich. Zudem sind zu viele Autofahrer zu schnell unterwegs", das ist die Kritik eines WOCHENBLATT-Lesers am neuen Shared Sapce am Torfweg. Seine Tochter sei einmal angefahren worden. "Gottseidank ist dabei nichts passiert." Nachdem das Kind jetzt wieder einen Beinahe-Unfall erlebt habe, ein junger Autofahrer habe ordentlich aufs Gas getreten, wendet sich der Vater mit seiner Kritik ans WOCHENBLATT.

Der Shared Space wurde im November eröffnet. Dort gibt es nur noch eine gemeinsame Fläche für Fußgänger, Radfahrer und Autos. Ein Spielstraßen-Schild weist darauf hin, dass Autos Schritttempo fahren müssen.
Kritik und Anregungen sind bei den Planern dieses in Buxtehude bislang einzigartigen Projektes dieser Art willkommen. Stadtplanerin Anette Mojik-Schneede, gehört zum Team, die das Vorhaben umgesetzt hat: "Wir haben ein einjähriges Monitoring gestartet." Regelmäßig habe die Stadtverwaltung das Eck am Torfweg im Blick. Es könne daher durchaus sein, dass "noch nachjustiert werden muss". Was konkret verändert werden könne oder müsse, werde aber erst nach Auswertung der Beobachtung entschieden.

Kritik und Lob hat die Stadtverwaltung schon mehrfach erreicht: "Die aufgewertete Ladenzeile boomt", sagt Mojik-Schneede
. Bekannt ist auch, dass manche Autofahrer zu schnell fahren. Auf Spielstraßen gilt Schrittgeschwindigkeit. "Vielleicht müssen wir noch einmal eine Informationskampagne starten", sagt die Stadtplanerin.
Die Ergebnisse des Monitorings haben nur Gültigkeit für den Torfweg und sind nicht mit grundsätzlichen Aussagen auf andere Bereiche der Stadt übertragbar.

Das WOCHENBLATT hatte schon einmal angeregt, über die Umwandlung der Bahnhofstraße als Shared Space nachzudenken. Die Konflikte zwischen Radfahrern - die eigentlich auf der Straße fahren müssen - und Fußgängern sind täglich zu beobachten. Irgendwann muss also das Pflaster, das das Vorhandensein eines Extra-Radwegs signalisiert, weg. Das kostet Geld. Daher wäre es eine Überlegung wert, gleich die ganze Bahnhofstraße umzugestalten. Platz genug wäre dafür da.