Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Umlegungsverfahren Giselbertstraße: Erst mal alles in einen Pott

Di (Foto: tk)

So funktioniert das Umlegungsverfahren Giselbertstraße

tk. Buxtehude. An der Giselbertstraße plant Buxtehude Großes: Auf knapp zehn Hektar entsteht ein neues Wohngebiet. Der Einstieg in die konkrete Planung ist mit dem Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan erfolgt. Weil die bisherige grüne Wiese an der Giaelbertstraße aber nicht nur der Stadt gehört, wird ein sogenanntes Umlegungsverfahren notwendig. Auch das soll jetzt beginnen und parallel zum B-Planverfahren laufen und abgeschlossen werden.



Was aber ist ein Umlegungsverfahren und wie funktioniert das? Buxtehudes Stadtplanerin Anette Mojik hat einen einfachen Vergleich parat: "Man kann es sich so vorstellen, dass jeder Eigentümer seine Flächen in einen großen Topf wirft. Dann wird neu berechnet und neu verteilt." Notwendig sei dieser Weg, weil sonst ein Grundbesitzer überwiegend Flächen für Straßen, ein anderer vielleicht für Spielplätze und ein Dritter überwiegend Bauland besäße. "Das Umlegungsverfahren soll das Bauland gerecht aufteilen", sagt die Stadtplanerin.

Wenn alle Flächen in dem großen Topf sind, werden im nächsten Schritt Erschließungsbauwerke, wie etwa Straßen, herausgerechnet. Was übrig bleibt, ist das eigentliche Bauland und das wird nach Lage und Preis neu bewertet und an die Besitzer zurückverteilt. Natürlich so, dass jeder Baugrundstücke im Verhältnis seines ursprünglichen Anteils an der Gesamtfläche bekommt. Bei der Giselbertstraße verteilen sich die Eigentumsverhältnisse in etwa zu zwei Dritteln auf die Stadt und zu einem Drittel auf die HBI.

Das Umlegungsverfahren wird auch nicht von der Stadtverwaltung, die ja selbst als Eigentümer beteiligt ist, sondern vom Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung (LGLN) durchgeführt. Das sei wichtig für die Neutralität, so Anette Mojik. Zeit wird sich Buxtehude nicht lassen. Ende 2017 oder Anfang 2018 sollen das Umlegungs- und das B-Planverfahren abgeschlossen sein. Wenn es "super läuft", so Stadplanerin Mojik, könnten 2019 die ersten Häuser entstehen.