Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Umzug des Buxtehuder Polizeikommissariats: Ex-Generalunternehmer widerspricht

Das Polizeikommissariat Buxtehude wird voraussichtlich im Herbst in das Gebäude an der Kottmeierstraße einziehen (Foto: tk)
Umzug des Polizeikommissariats: "Wurden nicht entbunden, haben die Arbeit eingestellt"

tk. Buxtehude. Der für Mai geplante Umzug des Polizeikommissariats Buxtehude an die Kottmeierstraße verzögert sich. Voraussichtlich im Herbst steht er jetzt an. Das hatte das WOCHENBLATT berichtet. Grund für die Verzögerung sollen Mängel in der Bauausführung gewesen sein. Außerdem seien die Kosten für den Umbau um 500.000 Euro gestiegen. Daher, so ein WOCHENBLATT-Informant, sei der Generalunternehmer entbunden worden. Dieser Darstellung widerspricht jetzt das Unternehmen, das mit Planung und Ausführung beauftragt war.

Richtig sei, dass die Arbeit eingestellt wurde, weil der Generalunternehmer nach seinen eigenen Angaben noch eine Million Euro vom Auftraggeber zu bekommen habe. Es habe sich als ausgesprochen schwierig erweisen, einen Ansprechpartner für diese Forderung zu finden. Offizieller Besitzer der Immobilie in Buxtehude sei eine in Amsterdam registrierte Gesellschaft, die wiederum zu einer Muttergesellschaft gehören soll, die ihren Sitz auf der Kanalinsel Guernsey hat.
Letztendlich, so der Generalunternehmer, habe man sich geeignet. Die Restarbeiten werden erledigt und sein Unternehmen erhalte zumindest einen Teil der ausstehenden Beträge.

Dass es Ausführungsmängel gegeben habe, das WOCHENBLATT hatte etwa über eine fehlende Sicherheitstür zur Asservatenkammer berichtet, sei richtig. Allerdings hätten dem Projektplaner nach eigenen Worten nicht alle Angaben vorgelegen.
Immerhin: Sowohl der Ex-Generalunternehmer als auch das Land gehen davon aus, dass die Polizei im Herbst ihr neues Domizil beziehen kann.

Das Land hat nach WOCHENBLATT-Informationen einen sehr finanzstarken Vermieter gefunden. Die Muttergesellschaft mit Sitz im Steuerparadies Guernsey hat laut eigenen Unterlagen im Jahr 2014 einen Gewinn von 45 Millionen Euro eingefahren. Der Wert des Immobilienbesitzes allein in Deutschland geht in die Milliarden. So gehören zigtausende Wohnungen in Berlin dazu.