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Verkehr im Alten Land: Dialog wird fortgesetzt

Verkehrsminister Olaf Lies (3.v.li.), unterstützt von der Kutenholzer SPD-Landtagsabgeordneten Petra Tiemann, trifft sich in Agathenburg mit Mitgliedern der BI Verkehrsflut (Foto: bc)
(bc). Wenn Niedersachsens Wirtschaft- und Verkehrsminister Olaf Lies (SPD) im Rahmen seiner Sommertour schon mal in der Gegend ist, ließ sich die Bürgerinitiative (BI) Verkehrsflut die Gelegenheit nicht nehmen, ein Treffen mit dem Politiker zu organisieren. Schließlich ist Lies ein entscheidender Mann beim Kampf gegen den Lkw-Verkehr auf den Straßen des Alten Landes.

Der Minister versprach zur Freude der BI am Mittwoch vor dem Schloss Agathenburg: „Wir werden das Dialogverfahren mit Behörden, Hamburg und den betroffenen Bürgern in gleichen Umfang fortsetzen.“

Wie berichtet, moderiert die Dortmunder Firma IKU auf Initiative des Landes seit Anfang 2015 einen Dialogprozess zum Verkehr im Alten Land, der nach Ansicht der BI zu einer verbesserten Kommunikation unter allen Beteiligten geführt habe. Lies mahnte aber auch an: „Das gewonnene Vertrauen darf nicht wieder verspielt werden.“

Die BI nutzte das Treffen, um ihre Kritik am Verhalten des Landkreises zu erneuern: „Immer noch haben wir Bürger den Eindruck, dass von Seiten des Landkreises ständig darauf hingewiesen wird, was alles nicht möglich ist“, so Joachim Streckwaldt, „die Menschen im Alten Land vermissen ein ernsthaftes Bemühen um eine Senkung des Lärms und der Erschütterungen.“ Die BI fordert mehr Tempo- und Gewichtskontrollen durch den Landkreis und die Polizei. Sporadische Kontrollen seien ein Tropfen auf den heißen Stein. Lies versprach das Thema „mit nach Hannover zu nehmen“.

Der Minister wies zudem daraufhin, dass möglichst schnell geklärt werden müsste, wie Buxtehude an die A26 angeschlossen werden soll. 2021 soll der Abschnitt von Jork bis Rübke in Betrieb genommen werden. Die Fehler, die bei der Freigabe des Abschnittes in Jork gemacht wurden, dürfen sich nicht wiederholen, so Lies.

In dem Zusammenhang machte der Minister eine interessante Ankündigung. Um die B73 und die B3 mit den Ortschaften Ovelgönne und Ketzendorf nicht über Gebühr zu belasten, erfolgt im Jahr 2020 der Spatenstich für die Verlängerung der B3neu als Ortsumgehung Ketzendorf. Fertigstellung der Trasse soll 2022 sein. Lies: „Das wäre zwar ein Jahr nach der Freigabe in Rübke, aber wir können den Menschen immerhin eine Perspektive bieten.“

• Im Rahmen seiner Sommertour übergab Minister Lies auch einen Förderbescheid in Höhe von rund 374.000 Euro an das Unternehmen JH Aircrafts GmbH in Buxtehude. Mithilfe der Unterstützung des Landes kann nun in Kooperation mit der AMM Enterprise GmbH und der hochschule 21 ein einsitziges, einmotoriges und aerodynamisch 3-Achs-gesteuertes Leichtflugzeug sowie die zugehörige Fertigungstechnologie entwickelt werden.