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Vollsperrung der Estebrügger Straße sorgt für Ärger

Die Estebrügger Straße wird in der kommenden Wochen komplett gesperrt - die Anwohner sind sauer

tk. Buxtehude. Die Estebrügger Straße (K39) in Buxtehude wird gegenwärtig saniert. In der kommenden Woche ist eine Vollsperrung geplant. Dagegen gehen Anlieger auf die Barrikaden. Eine Anwohnerin beklagt: "Das ist Freiheitsberaubung." Mit dem Auto sei ihr Haus nicht mehr zu erreichen. Es prallen Welten aufeinander. Der Landkreis und die Stadt argumentieren: Lieber einige Tage komplett sperren und dafür schneller fertig werden. Und einer der Verantwortlichen der Baufirma vor Ort sagt: "Leute, lasst die Kirche im Dorf."

Der Stand der Dinge: Am Montag und Dienstag fahren noch Busse. Ab Mittwoch bis voraussichtlich Freitag wird die K39 komplett dichtgemacht. Rettungswagen, versichern Kreisverwaltung und Baufirma, kommen aber jederzeit durch.

Die Anwohner fühlen sich dagegen schlecht und zu spät informiert. Eine Anliegerin kritisiert, dass sie mit der Buxtehuder Stadtverwaltung, dem Landkreis und schließlich der Baufirma telefoniert habe, um Grundlegendes zu erfahren. "Verantwortlich fühlte sich niemand", sagt sie. Die Anwohner könnten nicht einfach ausgesperrt werden.
Die Frage, wo die Anlieger während der Vollsperrung ihr Auto lassen sollen, hat die Buxtehuder Stadtverwaltung gelöst, Die städtischen Parkplätze, etwa am Hafen, können gebührenfrei genutzt werden. Es finden keine Knöllchen-Touren statt.

Die pfiffige Anwohner-Idee, die Autos im Schritttempo über den Gehweg fahren zu lassen und die Fußgänger auf den Este-Deich zu schicken, wurde aus Sicherheitsgründen abgelehnt. Zu gefährlich, falls sich doch ein Fußgänger auf den Gehweg verirren sollte.

Die Estebrügger Straße scheint ein ganz besonderes Pflaster zu sein. Einer der Straßenbauer, der seit 25 Jahren im Geschäft ist, berichtet, dass er von vorbeifahrenden Autofahrern auf Übelste angepöbelt werde. Der Mann hat Verständnis dafür, dass sich die Anlieger eingeschränkt fühlen. Er gibt aber zu bedenken: "Die Arbeiten gehen fix und ihr bekommt nach 40 Jahren endlich eine neue Straße!" Und wenn es gut läuft, dauert die Vollsperrung auch nicht so lange wie angekündigt.