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Wegen Küstenschutz: Landrat kritisiert Land

Landrat Michael Roesberg
(bc). Auf Initiative von Landrat Michael Roesberg haben sich am Mittwoch die drei Landräte aus Cuxhaven, Stade und Winsen mit Umweltstaatssekretärin Almut Kottwitz getroffen, um noch einmal die Wichtigkeit der Neufestsetzung der sogenannten Bestickhöhen an den Elbdeichen zu verdeutlichen. Roesberg sieht dringenden Handlungsbedarf: „Wir wollen und müssen jetzt die Deichhöhen an stärke Sturmfluten anpassen, um Menschen und Güter hinter den Deichen zu schützen.“ Mit dabei in Hannover waren auch die Chefs der betroffenen Deichverbände am niedersächsischen Ufer der Unterelbe sowie Oberbürgermeister Dr. Ulrich Getsch aus Cuxhaven.
Zur Erklärung: Bestickhöhen geben vor, wie hoch ein Deich sein sollte, um ausreichend Schutz zu bieten. Laut des Generalplans Küstenschutz aus dem Jahr 2007 der Länder Niedersachsen und Bremen wären das zwischen acht und 8,20 Meter im Landkreis Stade. Zwischen der Ostemündung und Wischhafen werden die Höhen nicht mehr überall eingehalten.
„Das Ministerium weiß, uns ist es jetzt ernst. Wir werden aber leider weiter hingehalten“, kritisiert Roesberg. Nachdem bereits mehrere Jahre vergangen sind, hat das Land jetzt noch einmal gutachterliche Berechnungen in Auftrag geben, um eine harmonisierte Datengrundlage zwischen Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Hamburg herzustellen. Das Ergebnis daraus soll im Herbst vorliegen. „Dies hätte man schon vor Jahren machen können. Anstatt endlich klare Vorgaben für die notwendigen Deicherhöhungen für den Unterelberaum zu machen, werden die Landkreise und Deichverbände Jahr um Jahr vertröstet“, so der Landrat, der den dringend notwendigen Entscheidungswillen im Ministerium vermisst: „Stattdessen wird sich mit Rechenwerken beschäftigt.“