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Zukunft der Malerschule Buxtehude: Touristen-Bespaßung statt Meisterschmiede?

Ganz schön viel Platz: Die Mitglieder von Wirtschafts- und Bauausschuss im dritten Stock der Malerschule. Über die Nutzung wird diskutiert (Foto: tk)
Politik und Verwaltung planen die Zukunft der Malerschule / Vor der Dauer- kommt die Zwischennutzung

tk. Buxtehude. Ab April steht das Gebäude der Malerschule leer. Was mit diesem denkmalgeschützten Kleinod im Besitz der Stadt passieren soll, ist noch offen. Für eine Zwischennutzung bis zu einem endgültigen Konzept hatte die Stadtverwaltung Ideen präsentiert. Doch ganz so schnell wollte die Politik nicht entscheiden. Wirtschafts- und Bauausschuss wollen erst einmal in den Fraktionen diskutieren.

So sieht die vorübergehende Nutzung aus Verwaltungssicht aus: im Erdgeschoss Tagungen, Konzerte und Angebote für Begegnungen. Im ersten Stock können Kreative Ausstellungen von Design bis Kunsthandwerk anbieten, Workshops abhalten und aus dem Saal der Malerschule einen Ort für Kunst und Wirtschaft machen. Im obersten Stock will die Hochschule 21 ab September einen provisorischen Hörsaal einrichten.

Als Dauernutzung solle ein touristisches Angebot entwickelt werden, das auch bei schlechtem Wetter Besucher anzieht. Dafür werde es öffentliche Fördermittel geben, so Torsten Lange, Leiter des Fachbereichs für Kultur und Tourismus. Zudem könnten Hafenmeisterbüro und Duschen für Wassersportler entstehen. Eine andere Möglichkeit: Eine Privatschul-Initiative aus Stade hat Interesse an dem Gebäude angemeldet.

Wie hoch Umbau- und Sanierungskosten ausfallen, hänge von der Art der Nutzung ab, so Erster Stadtrat Michael Nyveld. Ein vorübergehendes "Zwischenleben" sei mit geringen Mitteln umzusetzen.

Die Diskussion zeigte: Eine endgültige Lösung zu finden wird nicht leicht: Eine Begegnungsstätte für Jung und Alt, fordert Dörte Matthies (FDP). Kultur für junge Menschen will Joachim Piepenbrock (Grüne). Und Heinrich Bröhan (CDU) warnt vor den Folgekosten einer touristischen Einrichtung. Eine weitere Idee: Die Stadtbibliothek zieht dort ein. "Die Bürger beteiligen", mahnt Bodo Klages (BBG/FWG) an.

Einigkeit zeichnet sich in einem Punkt ab: Die Malerschule soll im Besitz der Stadt bleiben. Und: Auch vor der Planung einer neuen Dauernutzung muss ein Fahrtzuhl eingebaut werden. Bislang ist das Gebäude nicht barrierefrei.
In zwei Monaten wollen die beiden Fschausschüsse erneut beraten. Dann steht die Malerschule schon seit vier Wochen leer.