Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Antibiotika-Kalbfleisch auch in den Kreisen Stade und Harburg

(tk). Mit Antibiotika belastetes Kalbfleisch aus den Niederlanden ist nach neuesten Erkentnissen des Landwirtschaftsministeriums in Hannover auch in die Landkreise Stade und Harburg geliefert worden.

Besonders betroffen ist offenbar der Landkreis Stade mit 79 Kilogramm Antibiotika-Kalbfleisch. Der Stader Kreispressesprecher Christian Schmidt teilt mit, dass das Fleisch im Zeitraum April und Mai von einem Handelsbetrieb im Landkreis Stade verkauft worden sei. Zu den Abnehmern gehörten überwiegend Gastronomiebetriebe. Das haben Ermittlungen des Stader Kreis-Veterinäramtes am Freitag ergeben.

Veterinärämter in Niedersachsen waren am Donnerstag im Rahmen des EU-Schnellwarnsystems über den Import des belasteten Fleisches informiert worden. Bei dem Antibiotikum handelt es sich um Furazolidon, das bei Tieren, die
Lebensmittel liefern, bereits seit 1995 verboten ist.

Nach Erkenntnis der Stader Behörde ist das gesamte Fleisch innerhalb
des Mindesthaltbarkeitsdatums von drei Wochen im Landkreis Stade verkauft worden, nachdem es am 15. April in den Handel gelangt war. Eine Sicherstellung der
belasteten Ware war daher nicht mehr möglich.

Da die Ware teilweise von dem Handelsbetrieb auch zur Selbstbedienung angeboten wurde, konnten auch die Endkunden nicht ermittelt werden.

Nach Angaben des Niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz vom Donnerstag sollen drei weitere Chargen des belasteten
Fleisches zwischen drei und sechs Kilogramm in die Landkreise Göttingen, Harburg
und Lüneburg geliefert worden sein.