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Bittere Pillen leichter schlucken

In Deutschland nimmt jeder dritte gesetzlich versicherte Rentner vier oder mehr unterschiedliche rezeptpflichtige Arzneimittel ein. Die Apothekerkammer Niedersachsen gibt Tipps, wie Medikamente leichter geschluckt werden können.
1. Die Tablette ist zu groß: Niemals sollten Tabletten einfach geteilt werden. Eine Einkerbung auf der Tablette kann eine sogenannte Schmuckrille sein. Eine Teilung kann zu einer veränderten Freisetzung des Wirkstoffes führen. Apotheker prüfen gerne, ob eine Tablette teilbar ist oder ob kleinere Tabletten zur Verfügung stehen.
2. Kapseln und Tabletten bleiben im Halse stecken: Kapseln und Tabletten sind in ihrer Beschaffenheit sehr unterschiedlich. Eine Kapsel sollte man in den Mund nehmen, einen Schluck Leitungswasser dazu, den Kopf nach vorne neigen und vorsichtig schlucken. Bei einer Tablette nimmt einen Schluck Wasser und neigt den Kopf langsam nach hinten. Die Tablette sollte dabei nicht auf die Zunge gelegt werden. Feste Arzneiformen können auch gut mit einem breiigen Lebensmittel wie Apfelmus eingenommen werden. Helfen diese Tricks nicht weiter, sollte man in der Apotheke nach Alternativen wie Tropfen oder Brausetabletten fragen.
3. Das Arzneimittel schmeckt unangenehm: Optimale Flüssigkeit zur Einnahme von Medikamenten ist Leitungswasser. Andere Getränke können zu Wechselwirkungen führen. Sind Tropfen zu bitter, können einige von ihnen mit Zucker gesüßt werden. Manchmal sind Bitterstoffe jedoch ein Teil der Therapie, sie beeinflussen zum Beispiel die Verdauung.
4. Kautabletten und Lutschpastillen kleben an den „Dritten“: Hochdosierte Mineralstoffe werden häufig in Form von Kautabletten angeboten. Sie sind zuweilen recht hart und lassen sich schwer kauen, zudem kleben sie manchmal recht hartnäckig an der Zahnprothese. Eine Alternative sind Lutschpastillen.
5. Arzneimittel reizt die Schleimhäute: Alkoholhaltige Tropfen reizen die Mundschleimhaut. Hier kann häufig durch Verdünnung mit Wasser oder Einnahme mit Zucker oder auf Brot abgeholfen werden, im Einzelfall gibt der Apotheker dazu gerne Auskunft. Auch die Anwendung von Sprays oder Pulverinhalatoren gegen Atemwegserkrankungen kann Reizungen im Rachen verursachen. Nach jeder Anwendung etwas zu trinken spült Wirkstoffreste von der Schleimhaut ab und hilft Nebenwirkungen wie zum Beispiel Mundsoor zu vermeiden.