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Husten, Schnupfen, Fieber: Tanja Hofmann, Heilpraktikerin aus Buxtehude, gibt Tipps für naturkundliche Behandlung

Heilpraktikerin Tanja Hofmann gibt Tipps aus der Naturheilkunde (Foto: Praxis Tanja Hofmann)
Jeder Erwachsene hat im Jahresdurchschnitt zwei bis drei fiebrige Infekte, zumeist in der kalten Jahreszeit. Kinder können durchaus auch sechs bis zehn Erkältungen im Jahr haben. Als „infektanfällig“ gelten Kinder und Erwachsene aber erst dann, wenn die Infekte regelmäßig länger als ein bis maximal zwei Wochen andauern. „Wir werden unser Leben lang immer wieder mit viralen und bakteriellen Erregern konfrontiert", erklärt die Buxtehuder Heilpraktikerin Tanja Hofmann. "Unser Immunsystem reagiert auf diese Erreger unter anderem mit Fieber zur Abtötung und mit vermehrter Schleimproduktion zum Abtransport der Erreger. Das Immunsystem von Kindern muss die vielfältigen Erreger erst noch kennenlernen. Daher sind Kinder häufiger als Erwachsene erkältet.“
Fieber, so die Heilpraktikerin weiter, sei also grundsätzlich eine wünschenswerte Reaktion des Immunsystems und sollte daher nicht automatisch unterdrückt werden. Eine Ausnahme bilden beispielsweise Menschen, die durch eine schwere chronische Erkrankung stark geschwächt seien.
Am besten sei es jedoch, das Immunsystem präventiv zu stärken. Neben einer gesunden Lebensweise und – „sehr wichtig!“ – Lebenszufriedenheit könne Echinacea die körperliche Abwehr unterstützen. „Eine Echinacea-Kur, die in einer infektfreien Zeit durchgeführt werden sollte, erhöht die Anzahl der weißen Blutkörperchen, die eine wichtige Rolle bei der Abwehr von Krankheitserregern spielen.“
Ist der Infekt jedoch erst einmal ausgebrochen, hat Mutter Natur viele heilungsunterstützende Pflanzen und Kräuter im Angebot. „Thymian, Rettich oder Senf wirken antibakteriell und hemmen das Wachstum der Viren. Thymian und Salbei kann man wunderbar als Tee zubereiten und die ätherischen Öle zusätzlich als Dampfbad inhalieren. Senf gibt es als Mehl in der Apotheke zu kaufen. Bewährt hat sich Senfmehl gegen Nebenhöhlenentzündungen: Man rührt das Senfmehl mit warmem Wasser zu einer Paste an und gibt die Paste in einen Teebeutel, den man sich für 30 Sekunden bis zwei Minuten auf die betroffene Stelle legt. "Senfmehl reizt die Haut, daher sollte man mit 30 Sekunden starten“, rät Tanja Hofmann. Auch Zitronensaft, Johannisbeersaft oder Hagebuttentee helfen: Sie liefern viel Vitamin C und unterstützen damit die Abwehr.
Als klassische Homöopathin empfiehlt Tanja Hofmann homöopathische Arzneien. Eupatorium perfoliatium helfe, wenn starke Gliederschmerzen und ein allgemeines Zerschlagenheitsgefühl im Vordergrund stehen. Ferrum phosphoricum sei eine gute Arznei, wenn die Symptome wenig spezifisch sind: Das Fieber ist eher mäßig, die Nase ist ein wenig verstopft, der Hals tut etwas weh. Auch Mittelohrentzündungen, die durch feuchte Kälte entstanden sind, reagieren gut auf Ferrum phosphoricum. Belladonna sei angesagt, wenn der Krankheitsbeginn schnell verläuft und trotz Fieber die Hände und Füße kalt sind. Häufig werden die Belladonna-Erkältungen auch von Kopfschmerzen begleitet, die sich durch Bewegung verstärken. Die grippalen Infekte von Rhus toxicodendron entwickeln sich zumeist nach einem Wetterwechsel oder durch die Kombination von Kälte und Nässe. Manchmal sind sie von Nesselsucht begleitet, oft von Schmerzen in den Gelenken oder im Rücken, fast immer von innerer und äußerer Unruhe.“
Als Potenz empfiehlt die Homöopathin die C 12, die maximal dreimal täglich mit jeweils drei Globuli, die in Wasser aufgelöst werden, eingenommen werden sollte. Weitere Tipps: www.tanjahofmann.com.