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Acht Spielerinnen nicht älter als 21 Jahre

 

Der Buxtehuder "Kindergarten" besiegt Celle mit 30:26 / BSV-Nachwuchs glänzt mit drei Meistertiteln und einem Pokal / Das letzte Heimspiel am 7. Mai gegen Thüringen

ig. Buxtehude. Beim 30:27 der Buxtehuder Bundesliga-Handballerinnen im Niedersachsen-Derby gegen Celle setzte Coach Dirk Leun gleich acht Spielerinnen ein, die nicht älter als 21 Jahre waren. Grund: Sieben Stammspielerinnen saßen verletzt oder schwanger (Randy Bülau) neben der Bank: Antje Lenz, Randy Bülau, Jana Podpolinski, Friederike Gubernatis, Jessica Oldenburg, Lena Zelmel und Paula Prior.
Der "BSV-Kindergarten" machte seine Sache gut. Leun: "Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft. Ich ziehe meinen Hut vor den jungen Spielerinnen, die sich nicht unterkriegen lassen haben und bis zum Ende gekämpft haben". Kapitänin Isabell Klein habe vor dem Spiel gesagt, das Team solle den Zuschauern zeigen, was es drauf habe. "Das haben die Spielerinnen gemacht."
"Spielerin des Tages" wurde Klein. Beste Werferin für den BSV war Nationalspielerin Lone Fischer mit acht Treffern.
In der Anfangsphase merkte man der jungen Mannschaft Nervosität und Verunsicherung an: Freie Würfe wurden vergeben, drei Mal der Pfosten getroffen. Emily Bölk leistete sich in den ersten zehn Minuten drei Fehlpässe. Doch die 17-Jährige ließ sich davon nicht aus der Ruhe bringen, erzielte die Tore drei bis fünf und brachte die Gastgeberinnen in die Partie. Angeführt von einer starken Spielführerin Isabell Klein legten auch die restlichen Akteurinnen ihre Unsicherheiten ab, überzeugten von Minute zu Minute immer mehr. Vor allem Lotta Heinrich (4 Tore) und Laura Schultze (3 Tore) sorgten dafür, dass eine doppelte Überzahl mit einem 4:1-Lauf beendet wurde - und eine 15:14 Pausenführung auf der Anzeigetafel stand.
Nach der Pause schien es zunächst, als könne sich der BSV absetzen. Doch mit drei Treffern hintereinander drehten die Gäste die Partie von 17:15 auf 17:18. In der 37. Minute wechselte Dirk Leun auf der Torwartposition. Für Julia Gronemann (7 Paraden) kam die 18 Jahre junge Lea Rühter zu ihrem Bundesliga-Debüt. Auch sie konnte sich schnell ins Spiel einbringen, mit weiteren sieben abgewehrten Bällen ihre Anteil zum BSV-Sieg beitragen. Die vorentscheidene Phase erlebten die Zuschauer zwischen Minute 44 und 50. Buxtehude setzte sich von 21:21 auf 26:22 ab. Vier Minuten vor dem Ende durfte schließlich auch Natalie Axmann Bundesliga-Luft schnuppern. Die Tochter von Weltmeisterin Heike Axmann gehörte erstmals zum Aufgebot von Dirk Leun und zeigte vielversprechende Ansätze.
Traditionell ehrt der Buxtehuder SV seine Jugendteams vor einem der letzten Heimspiele. Die weibliche E-Jugend, die weibliche-D-Jugend und die männliche D-Jugend krönten die Saison mit dem Hamburger Titel. Weitere Mannschaften wurden Vizemeister. Steffen Birkner wurde nach acht Jahren als Nachwuchs-Koordinator verabschiedet. Birkner wird hauptamtlicher Trainer der ersten und zweiten Damenmannschft der SGH Rosengarten-BW Buchholz. Nachfolger wird der Lars Dammann, Trainer des TuS Jahn Hollenstedt.
Im letzten Heimspiel trifft der BSV am Samstag, 7. Mai, auf den deutschen Meister Thüringer HC. Leun: "Auch wenn wir personell auf dem Zahnfleisch gehen, werden wir Thüringen einen großen Kampf liefern."