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Buxtehude: Charlotte startet durch

Supersportlich: Für Charlotte Densch ist ein Spagat "eben mal so" kein Problem

Auf dem Weg zur Weltmeisterschaft: Sporttalent Charlotte Densch (15)

ab. Buxtehude.
"Nur mal zugucken", wollte Charlotte Densch, als sie 2012 eine Freundin zum Sportaerobic-Training beim TSV Buxtehude-Altkloster begleitete. Doch als sie es dann selbst probierte, packte sie die Aerobic-Leidenschaft. Und das erfolgreich. Vor Kurzem belegte die 15-jährige Schülerin bei den niedersächsischen Landesmeisterschaften in Rotenburg den ersten Platz - und startet vom 25. bis 27. Mai bei den Jugendweltmeisterschaften im portugiesischen Guimaraes. 

Wie talentiert die Buxtehuderin tatsächlich ist, fiel schnell auf: Nach nur einem Jahr Training wurde sie in den Landeskader aufgenommen, seit 2016 ist sie im Bundeskader. "Am Anfang habe ich zwei Mal pro Woche trainiert, dann drei Mal", erzählt Charlotte. Inzwischen sei sie bei wöchentlich sechs Trainingseinheiten und kommt damit auf zehn bis 15 Stunden Training pro Woche.

Doch was genau macht diesen Sport aus? Annika Nyveld, früher selbst Sportaerobic-Turnerin und nun Charlottes Trainerin, erklärt: "Beim Sportaerobic kommen klassische Aerobic-Schritte und athletische Figuren sowie tänzerische Elemente in einer dynamischen Choreographie zusammen." Und das in verschiedenen Schwierigkeitsgraden. "Bei Level zwei wird der Grätschwinkelstütz, bei dem man sich zwischen den Beinen vom Boden abstützt, geturnt und gehalten", so Annika Nyveld weiter. Bei Level eins drehe sich die Turnerin zusätzlich noch auf den Händen um die eigene Achse.

Ist eine Kür einmal einstudiert, wird sie eine Saison geturnt. "Das Grundgerüst bleibt", sagt die Trainerin. "Es werden nur Elemente ausgetauscht."

An neun Wettkämpfen wollte die junge Sportlerin in diesem Jahr teilnehmen: "Beim Training habe ich mir aber Anfang des Jahres einen Bänderriss am rechten Knöchel zugezogen." Zum Glück konnte sie nach ihrer Genesung mit Europameister Daniel Bali in Ungarn trainieren und wieder an ihr vorheriges Niveau anschließen.

Mit ihrer Choreographie tritt Charlotte nun bei der Sportaerobic-Jugendweltmeisterschaft als eine von deutschlandweit rund 25 Mädchen zwischen zwölf und 17 Jahren an. Bei dem internationalen Wettkampf werde sie, so schätzt die Sportlerin, auf ca. 50 bis 60 Mädchen in ihrer Kategorie und Altersklasse treffen. Mit ihrer 1:25 Minuten langen Kür strebt sie eine Platzierung im guten Mittelfeld an.

Für ihre Teilnahme an der Weltmeisterschaft wird die Schülerin, die auch die Sportförderung des Gymnasiums Süd in Buxtehude besucht, ein paar Tage freigestellt. Das sei unproblematisch, meint Charlotte, sie sei eine gute Schülerin. "Ich kann mir nicht vorstellen, Leistungssport zu machen und nichts für meinen Kopf zu tun. Denn das ist für mich ein super Ausgleich."