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Buxtehude geht am Stock

Abklatschen mit den Fans gehört zum Ritual nach Bundesliga-Spielen

Heimsieg für den Buxtehuder SV / Linksaußen Lone Fischer erleidet Kreuzbandriss / Jana Lembke unterschreibt

ig. Buxtehude. Buxtehudes Handballerinnen haben nach drei sieglosen Partien wieder ein Bundesliga-Spiel gewonnen: Das Leun-Team bezwang am vergangenen Wochenende die Vulkan-Ladies mit 28:19. Die Freude über den Erfolg wurde aber schnell durch eine Hiobsbotschaft zerstört: Linksaußen Lone Fischer war in der zweiten Halbzeit des Heimspiels nach einem Gegnerkontakt mit dem rechten Knie weggeknickt, musste vom Feld getragen werden. Die niederschmetternde Diagnose: Riss des vorderen Kreuzbandes und Meniskus. Bereits am Freitag wird die Lehramts-Studentin von Mannschaftsarzt Dr. Wolfram Körner operiert.
Nach Isabell Klein (Schwanger), Josephine Techert (Kreuzband) und Marcella Deen (Bandscheiben-OP) ist Fischer der nächste schwerwiegende Ausfall.
Unterdessen wurde der Wechsel von Jana Lembke bestätigt, damit auf den Ausfall von Klein reagiert. Die 27-jährige Linkshänderin kommt vom Zweitligisten TSV Nord Harrislee, erhält zunächst einen Vertrag bis zum Saisonende. Lembke kann erst zum Jahresende eingesetzt werden, da sie derzeit noch eine Knie-Operation auskuriert. In Buxtehude wird sie ein gezieltes Aufbauprogramm absolvieren.
Zum Spiel gegen Koblenz/Weibern: „Wir müssen den Trend umkehren, damit der Saisonstart noch halbwegs gelingt“, forderte Trainer Leun im Vorfeld der Partie. Sein Team stellte einmal mehr die Heimstärke unter Beweis, feierte vor den heimischen Fans einen Kantersieg. Der BSV zog in der Tabelle an den Kontrahenten vorbei, stellte den Anschluss ans obere Drittel wieder her.
Der BSV startete konzentriert in die Partie, führte in der vierten Minute schon mit 3:0. Trotz drückender Überlegenheit gelang es dem Leun-Team aber nicht, den Abstand auszubauen. Dem starken Beginn folgte eine Schwächephase mit unkonzentrierten Abschlüssen und Ballverlusten. Halbzeitstand: „nur“ 10:7 für den BSV.
Leun muss in der Pause die richtigen Worte gefunden haben. Die von der ersten Hälfte enttäuschten Fans erlebten jetzt ein anderes Team. Mit Hilfe einer starken BSV-Torfrau Antje Lenz zog Buxtehude Tor um Tor davon. Beim 27:18 sechs Minuten vor Schluss war erstmals der 10-Tore-Abstand erreicht. Erfolgreichste Werferin bei den Gastgeberinnen war Friederike Gubernatis (6).
Leun: „Es war sicher kein gutes Spiel. Nach zwei Niederlagen muss ich meiner Mannschaft jedoch auch ein Kompliment machen: Manchmal ist Handball eben Arbeit. Und diese haben meine Spielerinnen heute erledigt. Die Pause, die jetzt folgt, tut uns gut. Zum Einen, um nach den englischen Wochen zu regenerieren, zum Anderen aber auch, um die ersten Spiele zu analysieren.“