Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

"Das Ergebnis gibt Mut für die weiteren Spiele"

Beste Werferin mit acht Treffern - Jessica Oldenburg (Foto: oh)

Buxtehude verabschiedet sich mit Sieg aus dem Europapokal

ig. Buxtehude. Wäre da doch nicht dieses Hinspiel gewesen. Der Buxtehuder SV vollbrachte im Viertelfinal-Rückspiel des EHF Cup Winner´s Cup eine wahre Energieleistung, putzte den russischen Vizemeister Rostov-Don mit 34:30. Nach der empfindlichen Hinspiel-Niederlage (24:37) und dem kräftezehrenden Bundesliga-Spiel am Mittwoch gegen den Thüringer HC bot der BSV den 1.200 Zuschauern in der Halle Nord ein begeisterndes Spiel, verabschiedet sich erhobenen Hauptes aus dem internationalen Wettbewerb. Der 13-Tore-Rückstand war uneinholbar. Trainer Dirk Leun: "Das Ergebnis gibt uns Mut für die weiteren Spiele."
Buxtehude begann wie schon im Achtelfinal-Rückspiel gegen Érd äußerst konzentriert. Angeführt von den starken Randy Bülau und Jessica Oldenburg und der treffsicheren Ulrika Agren ging der BSV mit 5:0 und 8:3 in Führung. Wie verwandelt präsentierte sich die gesamte Mannschaft: War es im Hinspiel noch Rostov, das durch seine aggressive Abwehr dem BSV den Schneid abkaufte und die eroberten Bälle in schnelle Tore verwandelte, übernahm der BSV diese Rolle. Unter hinter der starken Defensive stand diesmal eine Antje Lenz im Tor, die allein im ersten Durchgang mehr Paraden verzeichnete als im gesamten Hinspiel.
Bis zum 10:5 (15.) hatte die Fünf-Tore-Führung Bestand. Dann folgte eine erste kleine Schwächephase der Gastgeberinnen. Diese nutzte Rostov, um auf 10:9 heranzukommen. Doch wie so oft erholten sich die Buxtehuderinnen schnell, hatten beim 14:9 in der 24. Spielminute den alten Abstand wieder hergestellt. Auch weil Friederike Gubernatis, die am Ende zur Spielerin des Tages gekürt wurde, immer besser ins Spiel kam und drei Treffer in Folge erzielte. Jetzt entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, sodass es beim Stand von 17:15 in die Halbzeitpause ging.
Die zweite Hälfte ging zunächst ebenso munter los, wie die erste aufhörte. Auf beiden Seiten fielen schnelle Treffer.
In der 35. Minute sorgten die guten Schiedsrichter für Aufsehen, als sie BSV-Kreisläuferin Marcella Deen mit der dritten Zeitstrafe vom Feld schickten. Sie musste mit ansehen, wie Rostov innerhalb von nur fünf Minuten einen 16:19-Rückstand in eine 20:19-Führung verwandelte.
Sollte sich der Favorit jetzt absetzen? Nein! Bis zum 25:25 (49.) war das Spiel offen, ehe Buxtehude eine beeindruckende Schlussoffensive startete. Zunächst zog der BSV auf 29:25 (52.) davon, später bis auf 33:27 (56.). Entsprechend verdient war dann am Ende auch der 34:30-Erfolg des Buxtehuder SV. Ein Erfolg, der durch das Ausscheiden ein wenig getrübt wurde.