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Das Herz in beide Hände genommen

Buxtehudes Randy Bülau verhindert einen Torwurf

Buxtehude verliert knapp gegen Tabellenführer Leipzig / Last-Minute-Sieg / Sina Ritter schwer verletzt

ig Buxtehude. Ein knappes Ergebnis! 25:26 gegen den HC Leipzig. Eine bittere Niederlage für den Buxtehuder SV. Denn das Leun-Team hatte den bisher ungeschlagenden Spitzenreiter der Bundesliga nach 13:16 zur Halbzeit beim Stand von 20:17 in den Schlussminuten nach einer couragierten Leistung am Rand einer Niederlage.
Doch was mehr schmerzt als der Punkteverlust, ist die schwere Knieverletzung von Linksaußen Sina Ritter, die Ende der ersten Hälfte bei einer Torwurfaktion mit Schmerzen am Boden liegen blieb und vom Feld getragen werden musste - Verdacht auf Kreuzbandriss im linken Knie.
Die Gastgeberinnen starteten motiviert, boten dem Favoriten aus Sachsen die Stirn. Nach dem 3:3 (7.) zogen die Leipzigerinnen erstmals davon, erspielten sich eine Drei-Tore-Führung (7:4, 13.). Zwar kam die Mannschaft von Dirk Leun immer wieder heran, hielt Schlagdistanz. Doch immer wenn der BSV kurz vorm Ausgleich stand, gelang Leipzig der Konter. So ging es mit 13:16 es in die Kabine.
Das Leun-Team startete hellwach in Halbzeit zwei. Fünf Tore in Folge brachten dem BSV die zweite Führung des Spiels (18:17, 38.). Damit nicht genug: Buxtehude ließ zwei weitere Treffer zum 20:17 (40.) folgen. Nach einer zehnminütigen Schwächephase hatte sich Leipzig wieder erholt, dokumentierte seine Klasse, bestrafte leichte BSV-Fehler und glich zum 20:20 (45.) aus.
Doch wer dachte, dass der Champions-League-Teilnehmer davon ziehen würde, sah sich getäuscht. Buxtehudes Abwehr stand stabil, verteidigte mit Leidenschaft das Tor.
Die Gastgeberinnen nutzten den Schwung, erspielten sich durch einen Doppelschlag von Jessica Oldenburg und Friederike Gubernatis eine 24:22-Führung, die Leipzig jedoch umgehend wieder ausglich. In der dramatischen Schlussphase war es Leipzigs beste Torschützin Susann Müller, die mit ihrem neunten Treffer 28 Sekunden vor Schluss für die Entscheidung sorgte. Beste BSV-Werferin war Randy Bülau mit sechs Treffern. Zur Spielerin des Tages wurde Jessica Oldenburg gekürt.
BSV-Trainer Dirk Leun: „Ich bin natürlich sehr enttäuscht über die Niederlage und die Verletzung von Sina Ritter. Ich hätte meiner Mannschaft gewünscht, dass sie zumindest ein Unentschieden mit nimmt, das hatte sie mehr als verdient. Die Spielerinnen haben ihr Herz in beide Hände genommen und ein tolles Spiel abgeliefert. Leider waren wir am Ende nicht clever genug." Wortkarg gab sich auf der Pressekonferenz Gäste-Trainer Thomas Örneborg. Sein knapper Kommentar: "Gute Stimmung." Auf Nachfrage ergänzte er: "Team hat gut gekämpft." Das war's denn auch.
Übrigens: Schweden startet mit Länderspielen gegen Slowenien (23.10.) und in der Schweiz (27.10.) in die EM-Qualifikation. Im Kader steht mit Kreisläuferin Ulrika Agren auch eine Buxtehuder Bundesligaspielerin. Nur einen Tag nach dem Leipzig-Spiel reiste Algren nach Schweden.