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Der helle Wahnsinn! Buxtehude gelingt die Revanche

Grenzenloser Jubel: Buxtehude putzt den Titelverteidiger und zieht in Runde drei ein (Foto: BSV)

Buxtehude wirft Titelverteidiger HC Leipzig aus dem DHB-Pokal / „Krimi“ in Halbzeit zwei / Im Achtelfinale trifft das Leun-Team auf Dortmund

ig. Buxtehude. Dem Buxtehuder SV ist die erhoffte Pokal-Überraschung gelungen. Im Top-Spiel der zweiten Runde des DHB-Pokals besiegte das Handballerinnen-Team von Trainer Dirk Leun den Titelverteidiger HC Leipzig mit 28:25, revanchiert sich erfolgreich für die Bundesliga-Niederlage in Leipzig. Die Gastgeberinnen dominierten 50 Minuten lang die Partie und den Gegner. Erst in der Schlussphase wurde es noch einmal spannend.
Buxtehude gastiert im Achtelfinale, das am 6. und 7. November ausgetragen wird, beim BVB Dortmund. Das ergab die Auslosung von DHB-Vizepräsident Rolf Reincke in der Halle Nord nach Beendigung der Partie.
Zum Spiel: Von der ersten Minute an nahmen die Gastgeberinnen, die sich nach der knappen Niederlage im Spiel unter der Woche viel vorgenommen hatten, das Heft in die Hand, führten schnell mit 3:0. Leipzig kam erst nach acht Minuten zum ersten Treffer. Als Friederike Gubernatis zum 5:1 traf, nahm Gäste-Trainer Norman Rentsch in der 12. Minute die erste Auszeit. Doch auch von dieser Unterbrechung ließ sich Buxtehude nicht aus dem Rhythmus bringen, erhöhte sogar auf 8:2. Leipzig fand kein Mittel gegen die aufmerksame und konsequente BSV-Defensive, produzierte leichte Fehler oder scheiterte an der starken BSV-Keeperin Julia Gronemann.
Beim Stand von 10:5 (20.) zog BSV-Trainer Dirk Leun zum ersten Mal die grüne Karte, brachte mit Jessica Oldenburg und Lynn Knippenborg zwei frische Kräfte ins Spiel. Buxtehude spielte wie entfesselt weiter, erhöhte auf 12:5. HCL-Trainer Rentsch nahm erneut eine Auszeit, setzte auf das taktische Mittel der siebten Feldspielerin. Doch was die Gäste auch versuchten, nichts fruchtete. Der BSV ließ sich durch nichts beirren, führte in der 26. Minute mit 16:6. Erst in den letzten Minuten ließ die Konzentration beim BSV etwas nach: Der Pokalsieger verkürzte zur Pause auf 16:9.
Nach dem Wiederanpfiff erhöhte Buxtehude auf 19:10. Und als Jessica Oldenburg die erneute Zehn-Tore-Führung zum 22:12 erzielte, waren knapp 900 Zuschauer in der "Hölle Nord" aus dem Häuschen. Erst als Coach Leun vier neue Spielerinnen ins Spiel brachte, riss der Faden: Unplatzierte Abschlüsse und ungenaue Zuspiele nutzte der HC, verkürzte auf 22:25 in der 52. Spielminute - eine unnötig spannende Schlussphase begann. Der Titelverteidiger traf zwei Minuten vor dem Abpfiff Ende zum 24:27. Doch Annika Meyer sorgte mit ihrem Tor zum 28:24 knapp 90 Sekunden vor Abpfiff für die Entscheidung.