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Ein guter Rutsch: "Zwei Punkte und sechs Plus-Tore"

BSV putzt Celle - Annika Meyer erzielt vier Tore (Foto: Kall)

27:22! BSV landet Pflichtsieg im Niedersachsen-Derby und festigt Platz vier in der Bundesliga

ig. Buxtehude. Der Bundesliga-Dino war eine Nummer zu groß für den SVG Celle. Beim Handball-Erstligisten Buxtehuder SV unterlag das stark dezimierte Team aus Celle, in dem neben einer Torhüterin nur zwei Feldspielerinnen für Auswechselungen bereitstanden, mit 21:27.
BSV-Trainer Dirk Leun: "Wir haben das Spiel verdient gewonnen, auch in der Höhe. Wir haben keine Glanzleistung abgeliefert. Nach dem großartigen Kampf vor zwei Tagen in Thüringen fehlte uns vielleicht ein bisschen die Kraft und Konzentration. Natürlich hätten wir auch mit fünf Toren mehr gewinnen können."
Gästetrainer Martin Kahle zeigte sich nach der Niederlage nicht unzufrieden. "Wir haben eine gute Vorstellung abgeliefert", sagte er mit dem Hinweis darauf, dass man gegen eine der Top-4-Mannschaften Deutschlands gespielt habe. Beim BSV überzeugten vorne Friederike Gubernatis mit sieben Toren und Annika Meyer mit fünf Treffern.
Zur Partie: Nur 48 Stunden nach dem kräftezehrenden Spiel beim Thüringer HC erlebten die 1.600 Zuschauer in der ausverkauften Halle Nord keinen Handball-Leckerbissen, aber einen souveränen Sieg der Gastgeberinnen. Mit 14:6 Punkten geht der BSV auf Tabellenplatz vier ins neue Jahr, bleibt erster Verfolger des Spitzentrios, das seine Spiele ebenfalls gewann. Die Schlussworte von Trainer Dirk Leun zum Handballjahr 2016: "Zwei Punkte, sechs Plus-Tore, guten Rutsch."
Buxtehude bestimmte in der Anfangsphase das Tempo und das Spiel, führte nach jeweils zwei Toren von Lone Fischer und Annika Meyer schnell mit 4:1 (6.). Eine kleine Schwächephase des BSV im ersten Durchgang nutzte Celle, um auf 4:5 (10.) zu verkürzen. Paraden von Keeperin Antje Lenz und die immer besser funktionierende Achse zwischen Lynn Knippenborg und Annika Meyer brachten die Gastgeberinnen aber wieder zurück in die Spur. Mit ihrem fünften Treffer erzielte die Kreisläuferin das 10:5 (19.). Mit der vermeintlich komfortablen Führung im Rücken ließ der BSV die Zügel erneut schleifen. Die Folge: Pässe landeten im Nirgendwo, Rückraumwürfe verpassten ihr Ziel. Im Gegenzug spielten die Gäste geduldig, warteten auf ihre Chance, verkürzten erneut: 11:8 hieß es nach 23 Minuten. Jessica Oldenburg und Lone Fischer sorgten mit ihren Treffern schließlich für den 13:8-Halbzeitstand.
In die Halbzeit zwei ging der Buxtehuder SV im Vergleich zur Startaufstellung mit vier Veränderungen. Vize-Europameisterin Michelle Goos löste Lone Fischer auf Linksaußen ab, Isabell Kaiser die starke Annika Meyer am Kreis. Jessica Oldenburg übernahm die Regie. Der BSV kam in seine beste Phase. Die aufmerksame Abwehr eroberte zahlreiche Bälle, münzte diese in schnelle Tore um.
Das nächste Auswärtsspiel: Sonntag, 8. Januar, gegen Dortmund.