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Este-Ring: PS-Protze fahren um WM-Punkte

Die Supercars sind die Königsklasse des Rallycross-Sports (Foto: FIA)
(bc). In Buxtehude pocht das Motorsport-Herz mehr als je zuvor. Erstmals in seiner über 40-jährigen Geschichte ist der Estering Austragungsort einer Rallycross-Weltmeisterschafts-Serie: die "FIA World Rallycross Championsship", die erst in diesem Jahr aus der Taufe gehoben wurde. In Buxtehude findet am Samstag und Sonntag, 20. und 21. September, der neunte von insgesamt zwölf WM-Läufen statt.

Ein absolutes Highlight und eine Herkules-Aufgabe für den ausrichtenden Automobil Club Niederelbe (ACN) - schließlich wird der Verein mit seinen ca. 100 Mitgliedern ehrenamtlich geführt. Der Online-Vorverkauf (www.estering.de) hat bereits begonnen.

75 Starter gehen auf dem Estering an den Start. "Wir erwarten nur am Sonntag ca. 8.000 Zuschauer an der Strecke", sagt Rolf-Jürgen Lützow, 2. Vorsitzender des ACN. Motorsport-Fans aus ganz Europa können sich auf die Königsklasse des Rallycross-Sports freuen. In Buxtehude treten die Supercars gegeneinander an - allradbetriebene 600 PS-starke Kraftpakete, die es in zwei Sekunden von 0 auf 100 km/h bringen.

Neben den altbekannten RX-Fahrern gehen in Buxtehude auch echte Weltstars an den Start: darunter der frühere Formel 1-Weltmeister Jaques Villeneuve, der Rallye-WM-Sieger Petter Solberg und DTM-Meister Mattias Eckström. Natürlich ist auch Lokalmatador Andreas Steffen in seinem Skoda Fabia bei der Europameisterschaft der "supporting classes" Super 1600 und Touring Cars dabei.

Mehr als 60 Sprintrennen sind angesetzt. Die Veranstaltung wird in über 80 Länder live im TV übertragen (in Deutschland Sport1 plus). Für den ACN bedeutet das einen Riesenberg an Aufgaben. Immerhin gelten Sicherheitsanforderungen wie bei der Formel 1.

Die vielen Helfer des ACN ackern seit Monaten, um alle Auflagen des Automobil-Weltverbandes FIA zu erfüllen: zusätzliche Sicherungen an den Häuschen der Streckenposten, neue Leitplanken, breitere Rennpisten, höhere Banden, neues Schutzglas.

Wirtschaftlich ist die WM für den Verein eine echte Herausforderung. Bislang hat der ACN viele Deutsche Meisterschaften perfekt organisiert. Bei einer Weltmeisterschaft werden ganz andere Summen bewegt. Lützow: "Es wundert den Verein schon ein wenig, dass wir eine recht geringere Resonanz bei den örtlichen Unternehmen finden. Schließlich bescheren wir der Region einen erheblichen Umsatz und einen deutlichen Imagegewinn."

Ganz akut braucht der ACN Geld für einen neuen Rennturm, eine Fußgängerbrücke, damit Zuschauer sicher ins Fahrerlager gelangen können, und eine Tribüne.

- Weitere Helfer sind gerne gesehen. Jeden Samstag arbeitet das ACN-Team an der Strecke. Kontakt unter info@estering.de