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Estering Buxtehude: Neuer Weltmeister gefunden!

Der neue Weltmeister Mattias Ekström. (Foto: Estering)

Auf dem Buxtehuder Estering wird mit Mattias Ekström erstmals ein neuer Weltmeister gekürt / Andreas Steffen gegen die Spitzenfahrer chancenlos


ig. Buxtehude. Was für eine Mega-Party auf dem Buxtehuder Estering! Rund 20.000 begeisterte Fans feierten zwei Tage die Superstars beim vorletzten WM–Lauf der Fia World Rallycross Championship. Und erlebten die Krönung des Weltmeisters: Der neue Titeltäger ist der Schwede Mattias Ekström. Dass ihm in Buxtehude kein Sieg gelang, wie es sein Vater Bengt vor mehr als 25 Jahren auf dem Estering vormachte, störte den frischgebackenen Titelträger wenig. Er hatte sich einen Jugendtraum erfüllt: „Einen Weltmeistertitel zu erringen, das ist ein ganz besonderer Moment in meiner Karriere.“ Immerhin hatte er auf das Finale der DTM in Hockenheim verzichtet, um in Buxtehude um den Titel zu kämpfen.
Der fünfte Platz beim Vorletzten WM-Lauf reichte dem zweifachen DTM-Champion, um seinen Vorsprung auf uneinholbare 30 Zähler auszubauen. Titelverteidiger Petter Solberg hätte schon einen Sieg einfahren müssen, um sich für das Saisonfinale in Argentinien noch eine kleine Chance auszurechnen. Aber der Ausnahme-Pilot wurde von Kevin Eriksson, der im Estering-Finale nach einem waghalsigen Überholmanöver als Erster die Ziellinie überfuhr, "ausgebremst". Der neue Champion schrieb Estering-Geschichte: Erstmals wurde auf der traditionsreichen Rennstrecke ein Weltmeister gekürt.
Im Finale fehlte Andreas Steffen. Der Buxtehuder Fahrer und Vorsitzende des ausrichtenden Automobilclubs Niederelbe (ACN) hatte wie so oft mit technischen Problemen zu kämpfen. Ein Fehlstart in der letzten Quali-Runde machte dann die letzte Halbfinalchance zunichte. „Passt zu diesem Jahr“, so der enttäuschte Steffen. Und erinnerte an die Probleme bei den Rennen in Schweden und Barcelona: Turboladerschäden, defekte Antriebswelle, gebrochene Radaufhängung. Er brauche mehr Budget, um mehr Leute anzustellen. Trotz alledem: Sein Team und er würden sich auf das Jahr 2017 freuen.
Es gab noch zwei weitere Herzschlagfinale. Die Entscheidungen in den Klassen Super1600 und Touringcars der Europameisterschaft standen noch aus. Erst im Finale wurde geklärt, dass der Ungar Krisztián Szabo (Super1600) und der Norweger Ben-Philip Gundersen (Touringcar) Titelträger wurden. Beide mit nur einem einzigen Zähler Vorsprung vor der Konkurrenz.
Top: Auch 2017 soll es wieder einen WM-Lauf auf dem Estering geben. Der Termin wird Ende des Jahres bekannt gegeben.