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Extremsportler immer extremer

Kay Giese aus Buxtehude absolvierte den 218 Kilometer langen Hexenstieg-Ultralauf - für ihn ein "Trainingslauf"
bc. Buxtehude. Wie bereitet man sich auf einen 555 Kilometer langen Ultralauf vor, bei dem 19.000 Höhenmeter überwunden werden müssen? Für den Buxtehuder Extremsportler Kay Giese (46) liegt die Antwort auf der Hand. Er schindete seinen Körper vor einer Woche beim legendären Hexenstieg-Ultralauf im Harz - 218 Kilometer nonstop bei 4.500 Höhenmetern. „Ein Trainingslauf“, berichtet Giese mit einem Augenzwinkern.
Nach zwei Tagen und zwei Nächten kam er nach 46 Stunden und 29 Minuten in Osterode ins Ziel. Das Zeitlimit betrug lediglich 48 Stunden. Von 51 Teilnehmern gaben ca. 20 unterwegs wegen Schmerzen und eisiger Kälte auf. „Ich habe mich durchgebissen“, sagt Kay Giese, der quasi zwischendurch im Laufen seinen 46. Geburtstag feierte.
Tatsächlich diente der Hexenstieg-Lauf als Vorbereitung auf seine nächste riesige Herausforderung, die schon in sechs Wochen ansteht: der Wibolt-Jubiläumslauf (12. bis 18. Juni) mit aberwitzigen 555 Kilometern und 19.000 Höhenmetern, die in einem Rutsch zu bewältigen sind.
„Eine Monsteraufgabe, bei der man über seine Grenzen hinauswachsen muss“, so Giese. Das Zeitlimit beträgt gerade einmal 150 Stunden. Das sind etwas mehr als sechs Tage. Umgerechnet muss Kay Giese im Schnitt genau 3,72 Kilometer pro Stunde schaffen, um das Limit einzuhalten. Dabei ist aber noch keine Sekunde Schlaf einkalkuliert.
25 Teilnehmer sind bislang gemeldet. Es geht den Rheinburgenweg auf der linken Rheinseite entlang, über Bingen nach Wiesbaden und dann den kompletten Rheinsteig auf der rechten Rheinseite wieder hoch bis nach Bonn.
2015 absolvierte Kay Giese schon einmal den „Wibolt“ - damals allerdings „nur“ die 320 Kilometer lange Strecke. Er brauchte fast 79 Stunden. Schon damals sprach er von monströsen Strapazen. Was wird Kay Giese erst nach 555 Kilometern sagen?