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Extremsportler Kay Giese: Schinden bis zur totalen Erschöpfung

Erschöpft aber glücklich: Kay Giese (46) aus Buxtehude (Foto: privat)
239 Kilometer: Kay Giese absolviert "Jurasteig"

bc. Buxtehude. Für die einen ist es brutale Schinderei, für die anderen die extremste Form der Selbstdisziplin. Kay Giese hat am vergangenen Wochenende mal wieder seinem Körper alles abverlangt. Der bekannte Extremsportler aus Buxtehude nahm am Jurasteig-Ultratrail im bayerischen Dietfurt teil: 239 Kilometer und 7.500 Höhenmeter nonstop. Nach 51 Stunden und 37 Minuten erreichte Giese das Ziel. "Hammerhart", so der Kommentar des 46-Jährigen. Maximal 54 Stunden hatte er Zeit.
Am Freitag um 9 Uhr morgens ging es los, bei klammen fünf Grad mit Rucksack, Navi, etc. Insgesamt 86 Teilnehmer. Alle 20 bis 30 Kilometer waren Verpflegungsstationen eingerichtet. Und trotzdem kamen bei Weitem nicht alle Läufer an. Letztlich waren es nur 30, selbst Favoriten und Titelverteidiger mussten abbrechen. "Zwei Tage und zwei Nächte bei den Höhenmetern durchzulaufen, war schon brutal", berichtet Kay Giese.
Tagsüber stieg das Thermometer bis auf 23 Grad, nachts fiel es auf minus drei Grad. "Wir mussten mit Handschuhen laufen. Es war saukalt", erzählt der Buxtehuder, der in Hamburg als U-Bahn-Fahrer arbeitet. Bei Kilometer 78 wurden die Teilnehmer mitten in der Nacht mit dem Feuerwehrboot auf die andere Donau-Seite gebracht. Schon nächste Woche geht es für Kay Giese weiter. Dann steht der Hexenstieg-Ultra mit "lediglich" 218 Kilometern auf dem Programm.
Zur Info: Sieger des Jurasteig-Laufs wurde Tobias Krumm aus Bergisch Gladbach. Seine unglaubliche Zeit: 29 Stunden und 34 Minuten. Gute fünf Stunden später folgte der Zweitplatzierte.