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Großer Respekt vor dem Gegner

Starkes Team - der russische Vizemeister Rostov-Don (Foto: oh)
 
Ulrika Agren ist nach ihrer Disqualifikation im Achtelfinale für das Hinspiel in Rostov gesperrt

Viertelfinal-Hinspiel im EHF Cup Winner´s Cup / 5.400 Kilometer in 54 Stunden / Buxtehude muss nach Rostov

ig. Buxtehude. Am gestrigen Freitag, gerade mal 36 Stunden nach dem Abpfiff des Bundesliga-Spiels gegen Bietigheim (33:28), brach der Buxtehuder SV in das nächste Abenteuer Europacup auf. Ziel der Reise ist das 2.700 Kilometer entfernte Rostov am Don, wo der BSV am Samstag, 1. März zum Viertelfinal-Hinspiel des EHF Cup Winner´s Cup beim russischen Vizemeister Rostov-Don antritt. Anwurf im „Palace of Sport“ ist um 17 Uhr Ortszeit (14 Uhr MEZ). Das Rückspiel findet eine Woche später am Samstag, 8. März um 16 Uhr in der Halle Nord in Buxtehude statt (Tickets unter www.ticketmaster.de).
Die Reise in die Millionen-Stadt nordöstlich des Schwarzen Meers gelegen und zurück wird alles andere als gemütlich: 5.400 Kilometer in 54 Stunden. Auf Grund der Zeitverschiebung von drei Stunden kommen die Spielerinnen erst gegen zwei Uhr Ortszeit in der Nacht ins Bett. Am heutigen Samstag findet um 11 Uhr das Abschlusstraining statt. Um 17 Uhr (14 Uhr MEZ) wird das Spiel angepfiffen und um fünf Uhr am Sonntagmorgen begibt sich der 20-köpfige BSV-Tross schon wieder auf die Rückreise.
Aber nicht nur die Reise, sondern auch der Gegner stellt eine große Herausforderung für den Buxtehuder SV dar. „Ich habe großen Respekt vor diesem Gegner. Waren wir in den letzten Runden noch leicht favorisiert, so sind wir in diesem Duell krasser Außenseiter“, sagt BSV-Trainer Dirk Leun nach dem Studium diverser Spiel-Videos des russischen Vizemeisters.
„Rostov-Don verfügt über einen in der Breite hervorragend besetzten Kader“, sagt Leun. Allein sieben Nationalspielerinnen spielen im Team von Trainer Sergey Belitskii, seit 2009 Rostovs Chef-Trainer. Die Stärken von Rostov-Don sieht Leun in der aggressiven und beweglichen 6:0-Deckung mit der montenegrinischen Nationaltorhüterin Sonja Barjaktarovitsch dahinter sowie dem sehr guten 1:1-Verhalten aller Spielerinnen in Angriff und Abwehr. „Typisch russisch“, bezeichnet Leun das Spiel von Rostov. „Hier müssen wir uns im Vergleich zu den letzten Bundesliga-Spielen oder auch im Europapokal-Auswärtsspiel in Érd gewaltig steigern."
Der BSV tritt ohne drei Stammspielerinnen die Europacup-Reise an. Ulrika Agren ist nach ihrer Disqualifikation im Achtelfinale für das Hinspiel in Rostov gesperrt. Melissa Luschnat ist nach ihrer langen Verletzungspause noch nicht in der körperlichen Verfassung, soll Spielpraxis in der „Zweiten“ sammeln. Ebenso Lena Zelmel, die auf Grund des späten Wechsels nach Buxtehude für den Europapokal-Wettbewerb keine Spielberechtigung mehr erhalten hat.
Der BSV will versuchen, einen Live-Ticker vom Hinspiel in Russland zu erstellen. Anwurf ist um 14 Uhr MEZ, der Live-Ticker ist zu sehen unter www.bsv-live.de
Bereits in dem Erreichen des Viertelfinals des Cup Winner´s Cup sieht BSV-Manager Peter Prior einen großen Erfolg: „Wir sind unter den besten acht Mannschaften in diesem Wettbewerb. Was die Mannschaft bisher erreicht hat, verdient höchsten Respekt.“ Auch deshalb hofft der Manager auf die Unterstützung beim Rückspiel.