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Handball-"Ladies" im Achtelfinale

ig/bc. Buxtehude. Die Handball-Nationalmannschaft der Frauen hat bei der Heim-WM in Deutschland ihr erstes Etappenziel erreicht. Am morgigen Sonntag spielt das Team von Bundestrainer Michael Biegler, in dem mit Emily Bölk, Lone Fischer und Friederike Gubernatis drei Spielerinnen vom Buxtehuder SV stehen, sein Achtelfinale in Magdeburg (20.30 Uhr, live auf Sport1). Der Gegner stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest. Vorher müssen die „Ladies“ allerdings noch ihr letztes Gruppenspiel gegen die Niederlande (mit BSV-Ass Lynn Knippenborg) absolvieren.
Das WOCHENBLATT erreichte am Donnerstag Linksaußen Lone Fischer am Telefon. „Wir alle fiebern der Partie entgegen. Deutsch-holländische Duelle sind immer etwas ganz Besonderes“, sagt die 29-Jährige, die bereits in der zehnten Saison für den BSV auf Torejagd geht und jetzt ihre zweite Weltmeisterschaft spielt.
Nach dem dritten Sieg im vierten WM-Vorrunden-Spiel am Mittwoch gegen den überforderten Außenseiter China (24:9) ist die Partie der DHB-Auswahl am Freitag (nach Redaktionsschluss) gegen Vize-Weltmeister Niederlande ein echter Showdown. Bei einem weiteren Erfolg hätte Deutschland den Sieg in der Gruppe D sicher, würde in der K.o.-Runde auf einen vermeintlich leichteren Gegner treffen. Bei einer Niederlage ist theoretisch ein Absturz auf Rang drei möglich.
Lone Fischer berichtet von einer „prächtigen Stimmung“ im Team. Die WM im eigenen Land sei ein Highlight für jede Spielerin. Am Wochenende erwarten viele Besuch aus der Heimat von Freunden und Verwandten. Aus Buxtehude reiste am Freitag der Has- und Igel-Fanclub mit knapp 50 Leuten an, um das Team zu unterstützen. „Unser Minimal-Ziel ist das Halbfinale in Hamburg“, sagt Fischer. Seit Wochen ist die Halle mit gut 13.000 Zuschauern ausverkauft. „Welcher Sportler kann schon von sich behaupten, eine Weltmeisterschaft im eigenen Land gespielt zu haben“, frohlockt Fischer.
Nachdem ihre Team-Kollegin Friederike Gubernatis in den ersten beiden Gruppenspielen groß auftrumpfte (das WOCHENBLATT berichtete), konnte sich gegen China endlich auch Emily Bölk mit ihren ersten WM-Toren in die Liste der Torschützinnen einreihen. Gegen den Handballzwerg aus Fernost war Bölk mit vier Toren sogar erfolgreichste Werferin. Die ersten beiden Spiele gegen Kamerun und Südkorea verpasste die 19 Jahre alte Buxtehuder Rückraumspielerin aufgrund einer Fußverletzung. Bölk: „Ich bin erleichtert, dass ich meine ersten Treffer erzielt habe.“