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Kanu fahren im Hallenbad

Ein beeindruckender Stunt: Karsten Röh springt mit einem Kanu vom Drei-Meter-Turm

Mitglieder des Kanu Vereins Buxtehude eröffnen die Wintersaison


ab. Buxtehude. Kanus auf dem Wasser sind nichts Außergewöhnliches. Tummeln sie sich jedoch in einem Hallenbad, ergibt sich ein ungewohntes Bild. So geschehen am vergangenen Samstag: Da eröffnete der Buxtehuder Kanu Verein im Aquarella seine Wintersaison. Es war der erste von fünf Trainingsterminen, die einmal monatlich stattfinden. "Wir hätten gerne noch mehr Termine bekommen", sagt der Erste Vorsitzende, Thomas Slomski, selbst seit vier Jahren aktiver Kanute. "Doch leider hat es nicht geklappt."

Damit die Wander- und Polo-Kanus ins Hallenbad dürfen, werden sie vorher kräftig gewaschen. Neun Polo-Boote mit einer Länge von zweieinhalb bis dreieinhalb Metern wurden von den Spielern ins Wasser gelassen. Dazu kamen fünf der längeren normalen Kanus, die am Rand des Schwimmbeckens abgelegt wurden. "Wir trainieren heute in zwei Gruppen", erklärt Slomski, "Polo-Spieler und Kanuten."
Der Buxtehuder Kanu Verein, im Jahre 1998 von 17 Kanuten gegründet, hat seit 2014 eine Kanu-Polo-Gruppe. Die Fortgeschrittenen spielen seit Frühjahr 2016 als jüngste Mannschaft beim Vereinspokal "Kanu-Polo Hamburg" mit. "Wichtig ist, dass jeder der Spieler, der in einem Turnier startet, die Eskimorolle beherrscht. Sonst darf er nicht teilnehmen", so der Erste Vorsitzende. Bei der Eskimorolle dreht sich der Kanute mit seinem Boot einmal 360 Grad um die horizontale Achse, wobei er komplett im Wasser eintaucht.

Das ist alles andere als einfach, doch auch alle weiteren fünf Trainingsstationen erfordern Übung und Geschick. "Jeder sollte sie mindestens einmal durchlaufen", sagt Slomski. Da gibt es beispielsweise das Einsteigen am "Hohen Ufer", das mithilfe einer Holzkonstruktion am Beckenrand simuliert wird. Das Aussteigen beim Kentern, das Queren des Beckens, das sogenannte Traversieren, Schwimmen in Kleidung sowie das Auswerfen und Bergen eines Wurfsackes gehören ebenfalls dazu. Dadurch lernen die Kanuten, wie sie sich in Gefahrensituationen auf Gewässern verhalten sollen. "Alles eine Frage der Übung", meint Ole Hagelstein, der seit zwei Jahren Mitglied im Verein ist. "Der Einstieg am hohen Ufer zum Beispiel hat in erster Linie mit Gewichtsverlagerung zu tun."

Bis März trainiert der Kanu Verein noch im Aquarella, danach geht es wieder nach draußen. "Anfang April ist Anpaddeln", sagt Thomas Slomski. Dann werden Spaziergänger wieder Kanufahrer und Polo-Spieler mit ihren Booten auf der Este elegant durchs Wasser gleiten sehen.

• Wer bis dahin nicht warten möchte: Am Freitag, 16. Dezember, findet eine Lichterfahrt vom Bootshaus des Vereins (Ferdinandstraße), Abfahrt 17 Uhr, über die Este bis zum Stadtparksee statt.

www.buxtehuder-kv.de