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Kapitänin bleibt an Bord,

Isabell Klein bleibt dem BSV erhalten (Foto: BSV)

Bundesliga: Buxtehuder SV schließt Personalplanung weitestgehend ab / Kontinuität hat oberste Priorität /Titelkampf spitzt sich zu

ig. Buxtehude. Mit dem hart erkämpften 30:24-Sieg im Nordderby beim VfL Oldenburg hat der Buxtehuder SV am vergangenen Sonntag die Tabellenführung verteidigt. Doch nicht nur auf der Platte, auch neben dem Spielfeld wird intensiv und erfolgreich gearbeitet.
Die BSV-Verantwortlichen um Manager Peter Prior und Trainer Dirk Leun haben in den vergangenen Wochen die Personalplanungen Stück für Stück vorangetrieben, mit den Vertragsverlängerungen von Kapitänin Isabell Klein sowie dem Rückraum-Duo Jana Podpolinski und Friederike Gubernatis jetzt weitestgehend abgeschlossen.
Isabell Klein (30) gehört bereits seit 2007 dem Kader des Bundesligisten an, wird es mindestens bis zum 30. Juni 2016 weiter tun. In ihren acht Jahren beim BSV hat es die Linkshänderin bis zur Kapitänin der Frauen-Nationalmannschaft geschafft. Trotz schwerer Verletzungen in der jüngeren Vergangenheit sowie der Geburt ihres Sohnes Colin gehört Kleine nach wie vor zu den absoluten Leistungsträgerinnen im BSV-Team. Coach Leun weiß um die Qualitäten seiner Spielführerin: „Isi ist ein Vorbild, was Professionalität und Teamgeist angeht. Sie ist als Führungsspielerin für unsere Mannschaft enorm wichtig.“
Auch mit Rückraumspielerin Jana Podpolinski (28) wurde der Vertrag um ein weiteres Jahr bis 2016 verlängert. Jana Podpolinski geht bereits in die 10. Saison beim Bundesliga-Tabellenführer, ist die dienstälteste Spielerin im Kader der Norddeutschen. Die gebürtige Lübeckerin wechselte 2006 mit 18 Jahren vom Drittligisten VfL Bad Schwartau in die Bundesliga nach Buxtehude. Bis heute hat sie in 208 Bundesliga-Spielen 659 Tore für den Buxtehuder SV erzielt.
Bis 2017 bleibt Linkshänderin Friederike Gubernatis (27) dem BSV erhalten. Die Junioren-Weltmeisterin von 2008 wechselte zur Saison 2013/14 vom Frankfurter HC nach Buxtehude, um die Lücke von Steffi Melbeck zu schließen. Die 27-Jährige ist auch beruflich für den Buxtehuder SV aktiv: Sie arbeitet als Kurs-Koordinatorin in der Geschäftsstelle des Gesamtvereins.
Größere Veränderungen gibt es zur neuen Spielzeit nur auf der Kreisposition. Weil Marcella Deen bereits frühzeitig ihren Abschied aus Buxtehude angekündigt hatte und die Zukunft der Schwedin Ulrika Agren noch ungewiss ist, verpflichtete der BSV Evelyn Schulz (26) aus Celle. Als zweite Kreisläuferin erhält Nachwuchsspielerin Lynn Schneider (19) einen Bundesligavertrag. Sie ist eine von vier jungen Talenten, die zusammen mit Linkshänderin Laura Schultze (20) und Paula Prior (18) in den Kader aufrücken, Als vierte junge Kraft für den Bundesliga-Kader hat der Verein noch eine junge Rechtsaußen im Blick.
In der Bundesliga spitzt sich der Titelkampf zu: Drei Spieltage vor dem Ende läuft alles auf ein „Finale“ zwischen Tabellenführer Buxtehuder SV (40:4 Punkte) und Titelverteidiger Thüringer HC (37:5) am 9. Mai in Bad Langensalza hinaus. Voraussetzung ist allerdings, dass beide Mannschaften ihre bis dahin anstehenden Spiele erfolgreich bestreiten. Den ersten Schritt will der Buxtehuder SV am Samstag, 2. Mai, im Heimspiel gegen die Vulkan-Ladies Koblenz/Weibern machen. Anwurf in der Halle Nord ist um 16 Uhr.
Das Selbstvertrauen nach dem Sieg im Nord-Derby ist groß. Wenn der Buxtehuder SV sein Potential erneut ausschöpft und an die Leistungen der letzten Spiele anknüpfen kann, sollte ein Sieg außer Frage stehen. „Wir sind gut drauf, die Mannschaft hat Spaß am Handball und glaubt an sich. Das wollen wir auch unseren eigenen Fans am Samstag wieder zeigen und ein erfolgreiches Spiel abliefern“, sagt Dirk Leun. Dennoch warnt Leun davor, das Spiel schon vorher abzuhaken. Die Vulkan-Ladies stehen aktuell auf einem Abstiegsplatz, kämpfen um jeden Punkt. BSV-Manager Peter Prior appelliert an die Fans: „Ich wünsche mir für diese großartige Mannschaft, dass die Halle Nord in den letzten beiden Heimspielen aus den Nähten platzt und wir gemeinsam diese schon jetzt außergewöhnliche Saison feiern."