Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Kay Giese holt den "Millenium Quest": Was für ein Hammer!

Geschafft nach 320 Kilometern und 78 Stunden und 40 Minuten (Foto: Giese)
bc. Buxtehude. Kay Giese hat den Cup. Der 44-jährige Buxtehuder hat als einer von bislang nur fünf Läufern den "Millenium Quest" absolviert - den wohl härtesten Ultrarunning-Cup Europas. "Was für ein Hammer. Ich kann es noch gar nicht fassen", stammelt Giese.

Um den Cup nach Buxtehude zu holen, musste der Extremsportler innerhalb von zwei Jahren die vier härtesten Ultraläufe Deutschlands hinter sich bringen. Den letzten packte er vor wenigen Wochen: den "WiBolt", 320 Kilometer, 11.700 Höhenmeter nonstop auf dem Rheinsteig über drei Gebirgsketten.

Nach 78 Stunden und 40 Minuten kam Kay Giese ins Ziel. Von 53 Teilnehmern waren es nur 29, die die monströsen Strapazen durchhielten. "Das war brutal anstrengend. Hinzu kam die Hitze und der Schlafentzug. Das ist schon fast unmenschlich", sagt Giese.

Aber nicht unmöglich: Fußschmerzen, Halluzinationen und Übermüdung waren nur einige Wehwehchen, mit denen er zu kämpfen hatte. "Teilweise bin ich während des Laufens eingeschlafen und neben dem Weg in den Graben gefallen", berichtet er.
Neue Ziele hat sich Kay Giese bereits gesteckt. Geplant sind im kommenden Jahr neben der kompletten Alpenüberquerung (270 km, 16.000 Höhenmeter) und der Umrundung des Mont Blanc-Massivs (170 km, 10.000 Höhenmeter) die ultimative Herausforderung: den weltweit längsten Nonstoplauf zu finishen, den Goldsteig-Ultrarace mit 661 Kilometern und 19.000 Höhenmetern.

Giese will sich auch beim extremsten Ultralauf überhaupt bewerben: den "Badwater" in den USA, bei 50 Grad 217 Kilometer nonstop. Extremsportler Joey Kelly hat schon mehrmals daran teilgenommen.