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Nahe dran an der Sensation!

Buxtehudes Jessica Oldenburg tankt sich durch die stabile THC-Abwehr (Foto: Kall)

30:35! Meister Thüringer HC gewinnt Spitzenspiel gegen Buxtehude / Sechs Minuten fehlten zur Sensation

iig. Buxtehude. Die Handballerinnen des Buxtehuder SV haben die große Überraschung beim Thüringer HC verpasst. In einem spannenden Spiel bezwang der HC das Team von Trainer Dirk Leun mit 35:30 (14:17). 52 Minuten lang stellte Buxtehude das dominierende Team, legte im ersten Durchgang eine starke Leistung hin und spielte zwischenzeitlich eine Sechs-Tore-Führung heraus.Dann der Bruch: In den Schlussminuten fehlten im Angriff Kraft und Konzentration, um den ersten Rückstand nach mehr als 50 Minuten zu verhindern. Der THC kippte das Spiel. Fest steht: Es war eine umkämpfte Partie - wie schon so oft in den vergangenen fünf Jahren. Linksaußen-Spielerin Lone Fischer war mit zehn Toren die erfolgreichste Buxtehuder Werferin.
BSV-Coach Leun gratulierte dem Meister zum Erfolg. „Glückwunsch zum Sieg. Nach 60 Minuten hat der THC verdient gewonnen. Kompliment an meine Mannschaft, sie hat 52 Minuten lang toll gespielt. Aber in der zweiten Halbzeit haben wir in der Abwehr zu schlecht gedeckt. 21 Gegentore sind einfach zu viel."
In Bad Langensalza habe er gesehen, wie nahe sein Team schon an die Spitzenmannschaften herangekommen sei, aber auch, dass noch etwas fehle. „Als uns die Kraft ausgegangen ist, hat der THC von seiner breiten Bank profitiert.“ Die 21 Gegentreffer im zweiten Durchgang seien ebenfalls zu viel gewesen. Torhüterin Antje Lenz verdiente sich trotzdem ein Extralob. Sie hielt ihr Team über weite Strecken im Spiel.
Gäste-Trainer Herbert Müller sprach von einem „geilen Handballspiel“. Er sei sechs Jahre beim THC tätig. „Buxtehude hat mich, glaube ich, 14 Lebensjahre gekostet", so Müller. "In der ersten Halbzeit standen wir schlecht in der Abwehr. In der zweiten Halbzeit haben wir zu viele Chancen liegen lassen, zum Schluss aber endlich die Formel gefunden und die zwei Punkte behalten."
Leun hatte seine Spielerinnen einen Tag vor dem Auswärtsspiel zur einzigen Trainingseinheit zusammengeholt. „Insbesondere für die Nationalspielerinnen war es nach der EM wichtig, sich körperlich und mental zu erholen und Zeit mit der Familie zu verbringen“, so der Trainer. Zum Jahresabschluss ging es am vergangenen Freitag gegen den Tabellenzwölften Celle (das Ergebnis stand zum Redaktionsschluss noch nicht fest).