Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Party für den Pokalsieger: BSV Handballerinnen werden gefeiert

Jubel mit Pokal: Emily Bölk (li.) und Lone Fischer (Foto: Hans Kall)
 
Final 4 in Bietigheim Buxtehuder SV TuS Metzingen Jubel beim neuen Pokalsieger Buxtehuder SV (Foto: Hans Kall)

BSV-Bundesligahandballerinnen gewinnen als Außenseiter den DHB-Pokal / Maxi Hayn: "Mädels, ihr seid super!"

tk. Buxtehude. Mit diesem Erfolg hatte Antje Lenz, Torfrau der BSV-Bundesliga-Handballerinnen und Kapitänin des Teams, wohl nicht gerechnet. Denn anders ist es nicht zu erklären, dass die überragende Spielerin des Final-Four-Wochenendes keine 24 Stunden nach dem sensationellen Pokal-Triumph am Montag schon wieder an ihrem Schreibtisch im Kulturbüro der Stadt Buxtehude saß. Dabei hätte sie allen Grund gehabt, „blau“ zu machen. Völlig überraschend holten die Buxtehuderinnen den DHB-Pokal an die Este. Nach Siegen im Halbfinale über den ungeschlagenen Deutschen Meister Bietigheim und im Finale über das Top-Team aus Metzingen.



Alle hatten damit gerechnet, dass der BSV schon am Samstag nach dem Halbfinale wieder nach Hause fahren kann. Zumal Bietigheim auch noch in eigener Halle spielen durfte. Doch der Heimvorteil brachte nichts. Es kam alles anders. „Wir mussten am Samstag dann sogar unsere Trikots im Hotel waschen“, verriet Maxi Hayn bei der Siegesfeier mit einem Grinsen im Gesicht.

Der Erfolg wurde in Buxtehude gebührend gewürdigt. Am Montagabend empfing Bürgermeisterin Katja Oldenburg-Schmidt die Siegermannschaft. Tausende Fans jubelten, als der BSV den Pokal auf dem Rathausbalkon präsentierte. Maxi Hayn brachte es auf den Punkt: „Mädels, ihr seid super!“
Es war wahrhaft ein Jubelwochenende: Als Außenseiter gestartet und als Pokalsieger zurückgekehrt. In einem packenden Finale, das bis zum Schlusspfiff auch anders hätte enden können, setzte sich der BSV mit 24:23 gegen den TuS Metzingen durch.

Den Pokalerfolg erklärt Antje Lenz auch damit, dass der BSV mit einer gewissen „Lockerheit“ nach Bietigheim gefahren sei. „Wir haben nicht so viel Druck gespürt“, sagt sie - auch nicht nach dem Einzug ins Finale. Am Sonntagmorgen hatte Trainer Dirk Leun sein Team noch mit einigen Videos auf den Gegner vorbereitet. Der Rest ist eine Erfolgsgeschichte, die vor allem mit der mannschaftlichen Geschlossenheit und dem Kampfgeist des BSV zu erklären ist.

Wobei ein gutes Stück des Erfolgs auch mit Torfrau Antje Lenz zu tun hat, die sich am Wochenende in Weltklasse-Verfassung präsentierte. 35 Paraden während des gesamten Turniers sprechen eine deutliche Sprache. Lenz wurde als beste Torfrau und beste Spielerin des Pokal-Wochenendes ausgezeichnet. Bescheiden betont sie aber: „Ich bin vor allem glücklich über die Mannschaftsleistung.“

Im Halbfinale hatte der BSV bereits am Samstag den deutschen Meister Bietigheim überraschend deutlich mit 30:22 aus dem Wettbewerb geworfen. „Wir haben über zwei Tage eine konstante Leistung gebracht. Daher haben wir den Pokal verdient. Im Finale war es ein Spiel zwischen zwei gleichwertigen Mannschaften. Beide Teams haben spielerisch Klasse gezeigt“, bilanzierte Coach Leun.

Das Finale war schließlich ein Handballkrimi: Keinem Team gelang es, sich entscheidend abzusetzen. 20:20 stand es zehn Minuten vor Spielende. Vielleicht vorentscheidend war in der 56. Minute Antje Lenz. Sie parierte einen Siebenmeter und die Aufholjad von Metzingen wurde gebremst. Am Ende war der BSV eine Spur besser.

Der verdiente Lohn: Übers kommende Wochenende geht es für die BSV-Mädels für vier Tage nach Mallorca zur Saisonabschlussfahrt. Eine BSV-Ballermann-Party macht als Pokalsieger noch mehr Spaß. Nicht zu vergessen: Die gesamte Saison ist für das junge BSV-Team ein großer Erfolg: Mit Platz vier in der Bundesliga dürfen die Buxtehuderinnen in der Saison 2017/2018 nämlich im Europapokal teilnehmen