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Pokal-Triumph der BSV Handballerinnen! Ein Traum wird wahr

 

Buxtehuder SV besiegt Oldenburg mit 30:28 und gewinnt den DHB-Pokal / Steffi Melbeck macht die "Big Points" / Unbeschreiblicher Jubel in der Sporthalle Hamburg

ig. Buxtehude. Buxtehude. Endlich wurde der Traum Realität! Die Handballerinnen des Buxtehuder SV haben ihren nationalen Titelfluch besiegt. Der zweimalige Europapokalsieger gewann am vergangenen Samstag das Endspiel des Final-Four-Turniers um den DHB-Pokal in Hamburg mit 30:28 (16:13) gegen den Nordrivalen VfL Oldenburg. Es war der erste deutsche Titel für die Niedersächsinnen, die in den vergangenen Jahren sowohl in Meisterschaft als auch Pokal mehrfach knapp am großen Triumph gescheitert waren - und von der Konkurrenz bereits als "Vizehude" verspottet wurden. Erfolgreichste Schützin für den Buxtehuder SV war Lone Fischer (7 Tore). Nun winkt sogar das Double: Allerdings muss Buxtehude vor dem Saisonfinale auf einen Ausrutscher des Thüringer HC hoffen, der noch zwei Spiele auszutragen hat.

Herausragende Spielerin beim BSV war Stefanie Melbeck. Die 38-Jährige, die 2012 eigentlich ihre Karriere beendete, wurde wegen der Buxtehuder Verletzungsmisere im vergangenen September reaktiviert. Für das Finale war die Abwehr-Spezialistin und Rechtsaußen direkt von einer Hochzeitsfeier ihres Bruders in Warendorf nach Altersdorf gereist, machte mit ihrem fünften Treffer Sekunden vor dem Abpfiff den Sieg perfekt - und wurde von ihren Mitspielerinnen im Kreis durch die Luft geschleudert. Fünf Würfe auf das Tor - fünf Tore: ein traumhaftes Ergebnis. "Steffi hat die Big Points gemacht. Ein großer Abschied", resümierte Trainer Dirk Leun. Die Zuschauer in der Sporthalle Hamburg waren von Beginn an Zeugen einer Partie, die von beiden Seiten mit Herz, Hingabe und Köpfchen geführt wurde. Sowohl der BSV als auch Oldenburg beeindruckten mit einer konzentrierten und disziplinierten Deckungsarbeit. Nach dem Abpfiff kannte der Jubel bei den BSV-Anhängern keine Grenzen. Trainer Dirk Leun sprach von purem Glücksgefühl. "Wir sind nach so vielen Jahren endlich am Ziel."

Nach der denkwürdigen Partie war Pizza-Party mit Kaltgetränken bei Manager Peter Prior angesagt. Ab ein Uhr ging es in der Disco "Garage" bis in den frühen Morgen weiter. Am Samstag, 23. Mai, 11 Uhr, findet ein Empfang im Buxtehuder Rathaus statt. Fans bekommen auf dem Rathausmarkt freie Getränke. Gegen 11.30 Uhr präsentieren sich die Spielerinnen auf dem Rathaus-Balkon. Abends nach dem letzten Bundesliga-Spiel in der Halle Nord (Anpfiff 18 Uhr) wird weiter gefeiert: Von der Halle Nord geht es ab 20.30 Uhr im offenen Bus und einem Autokorso über die Gildestraße, Bahnhofstraße, Lange Straße und Harburger Straße zur Reederei NSB, wo die Abschlussparty steigt.

• Im Spiel um Platz drei kochten die favorisierten Damen des Thüringer HC, die am Samstag überraschend im Halbfinale in einem Siebenmeter-Krimi an Oldenburg gescheitert waren, die Füchse Berlin mit 36:23 ab. Deutlich enger war es beim Finale der Deutschen-A-Jugend-Meisterschaft. Neben dem DHB-Pokal zeigte auch der Damen-Nachwuchs an der Elbe sein Können. Das Endspiel gewannen die Mädels des TSV Bayer Leverkusen, die sich beim Siebenmeter-Werfen knapp mit 33:32 gegen den HSG Blomberg-Lippe durchsetzten. Der Buxtehuder SV sicherte sich den dritten Platz durch einen 28:22 - Erfolg über den TV Aldekerk.