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Rallycross: Andreas Steffen beißt sich durch

Andreas Steffen und sein 550 PS Fiesta heben ab (Foto: Steffen Motorsport/Johnny Loix)

Start bei Rallycross EM-Lauf in Schweden trotz Verletzung nach Unfall

tk. Buxtehude. Andreas Steffen ist ein harter Hund, der die Zähne zusammenbeißt und das Gaspedal durchtritt, auch wenn die Schmerzen nach einem Unfall höllisch sind: Beim Rennwochenende im schwedischen Höljes, dem gößten Rallycross-Rennen Europas mit rund 45.000 Zuschauern, wurde der Buxtehuder Rennfahrer in einen Unfall verwickelt.



Der Vorsitzende des Buxtehuder ACN (Automobilclub Niederelbe) hatte sich in Schweden viel vorgenommen, schließlich hatte er gerade beim Heimspiel auf dem Estering in Buxtehude sein erstes Finale bei den Supercars gewonnen. Das Unglück in Schweden geschah im ersten Qualifikationsrennen: Beim Gedrängel nach dem Start wurde Andreas Steffen von der Piste gedreht und der Schwede Tore Krisoffersen knallte beinahe ungebremst in Steffens Ford Fieste ST. Die linke Front des 550-PS-Boliden wurde komplett zerstört und Andreas Steffen verletzte sich an der linken Hand.

Er ließ sich vom Rennarzt behandeln und sein Team reparierte das Auto. Der Mediziner hatte den Verdacht, dass die Hand gebrochen ist. Mit Spritzen wurde der Schmerz gelindert und das Unmögliche passierte: Andreas Steffen gewann das zweite Qulifikationsrennen.

"Ich habe alle doping-sicheren Schmerzmittel gebraucht, um am Sonntag erneut an den Start zu gehen", blickt Andreas Steffen auf das Wochenende in Schweden zurück. Auch bei der Qualifikation drei (Q3) war er superschnell, doch ein Plattfuß in Q4 warf ihn zurück. "Mit Platz 18 im dritten Qualifikationsrennen konnte ich zufrieden sein. Ich war allerdings auch froh, wieder die Heimreise anzutreten."
Am Dienstag die gute Nachricht nach der gründlichen Untersuchung im Buxtehuder Elbe Klinikum: Die Hand ist nicht gebrochen, sondern stark geprellt. Vermutlich wird das nächste Rennen in Belgien für Andreas Steffen ausfallen müssen. Im September wird er in der FIA Rallycross-Europameisterschaft mit seinem Team nach Frankreich reisen. Die bisherigen Ergebnisse und das Durchhaltevermögen sollten der Konkurrenz zeigen: Mit Andreas Steffen ist zu rechnen!