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Schafft der Buxtehuder SV die nächste Überraschung?

Erhält den "Erhard-Wunderlich-Preis" - Emily Bölk
Das Bundesliga-Spitzenspiel Buxtehuder SV - Thüringer HC

ig. Buxtehude. Zum dritten Mal innerhalb von drei Wochen kommt es in der Buxtehuder Halle Nord zu einem absoluten Top-Spiel: Am Samstag, 17. Januar, empfängt der Buxtehuder SV den deutschen Meister und Tabellenführer Thüringer HC zum Spitzenspiel der Handball-Bundesliga Frauen. Anwurf ist um 16 Uhr. Die Partie wird als Internet-Livestream unter www.bsv-live.tv übertragen. Gegen Oldenburg (30:29) und Leverkusen (30:20) hat Buxtehude bereits zwei Überraschungs-Siege landen können. Gelingt das ein drittes Mal auch gegen den Thüringer HC?

Trotz der Tabellensituation „Zweiter gegen Erster“ sieht sich der BSV als Außenseiter. Auch wenn der Auftakt nach der EM-Pause geglückt ist. „Wir sind sehr froh, dass wir so gut gestartet sind. Wir können die Kräfteverhältnisse aber gut einschätzen und wissen um die Stärke Thüringens. Allerdings werden wir alles daran setzen, eine Überraschung zu schaffen und unseren Fans in der sicherlich ausverkauften Halle Nord ein tolles Spiel zu bieten“, sagt BSV-Trainer Dirk Leun.

Unter der Woche musste der Thüringer HC den ersten Punkt in der laufenden Saison abgeben. In Leipzig kam die Mannschaft von Trainer Herbert Müller nicht über ein 28:28 hinaus. Für Dirk Leun etwas überraschend: „Damit war nicht unbedingt zu rechnen. Aber es ist doch schön zu sehen, dass der THC nicht unverwundbar ist.“

Denn: Trotz personellem Aderlasses vor dieser Spielzeit und einigen Verletzungssorgen in der laufenden Saison dominiert der Deutsche Meister auch dieses Jahr wieder die Liga. Bis zum vergangenen Mittwoch hatte Thüringen sogar eine weiße Weste vorzuweisen. „Thüringen hat seine Abgänge und Verletzungen beeindruckend gut kompensiert, sowohl in der Bundesliga wie auch in der Champions League. Mit der österreichischen Nationalspielern Sonja Frey und der niederländischen Nationalspielerin Martine Smeets sind zwei Spielerinnen wieder zurück im Kader, das macht den THC noch stärker“, sagt Dirk Leun mit großem Respekt vor dem kommenden Gegner.

Die Stärken des THC sind vielfältig. Leun sieht vor allem das brandgefährliche Konterspiel und die schnellen Mitte, mit der „sie jeden Gegner massiv brutal unter Druck setzen“. Aber auch der Rückraum mit Kerstin Wohlbold, Nadja Nadgornaja und Katrin Engel sei blind eingespielt. In dieser Saison trumpft auch die ehemalige BSV-Torfrau Jana Krause auf.

Dennoch will der Buxtehuder SV versuchen, dem großen Favoriten Paroli zu bieten. Den Schlüssel dazu sieht Leun in der Abwehr, inklusive Torhüterin und im guten Rückzugsverhalten. „Wir haben uns in der Abwehr nicht zuletzt durch Steffi Melbeck stabilisiert und in den letzten beiden Partien mit guten Torhüterleistungen den Gegner bei 20 Toren gehalten. Um in die Nähe einer Überraschung zu kommen, muss uns eine ähnlich gute Defensivleistung gelingen“, so Leun. Verbesserungsbedarf sieht er vor allem im Konterspiel seiner Mannschaft.

Personell hat sich die Lage beim Buxtehuder SV entspannt. Nach der Wiedergenesung von Friederike Gubernatis, die nach sechswöchiger Verletzungspause (Mittelhandbruch) in Koblenz erste Spielpraxis sammelte, steht eine Alternative mehr zur Verfügung. Auch Kreisläuferin Ulrika Agren, die sich mit Achillessehnen-Problemen plagt, ist einsatzfähig.

BSV-Youngster Emily Bölk erhält im Rahmen des Bundesliga-Spiels gegen den Thüringer HC den „Erhard-Wunderlich-Preis“ als "Beste Nachwuchshandballerin Deutschlands 2014". Den vom Verein „handballfriends e.V.“ gestiftete Preis überreicht Pia Wunderlich, Witwe des ehemaligen Weltklassehandballers. Die "handballfriends e.V." wurden vom Jahrhunderthandballer Erhard Wunderlich ins Leben gerufen. Ziel des Vereins ist die Jugendförderung sowie die gezielte Unterstützung von Handballvereinen mit exzellenter Jugendarbeit.