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"Schlimmer hätte es nicht kommen können!"

Anja Ziegler feierte ein gelungenes Comeback (Foto: oh)
BSV trifft im Winner's Cup auf den russischen Vertreter Rostov-Don / Rechtsaußen Steffi de Beer erneut operiert
ig. Buxtehude. „Schlimmer hätte es nicht kommen können“, lautete der erste Kommentar des Buxtehuder Traineras Dirk Leun auf die Auslosung des Viertelfinals im EHF Cup Winner´s Cup am vergangenen Dienstag in Wien. Der BSV trifft auf den russischen Vertreter Rostov-Don, rund 550 Kilometer nördlich des Olympia-Ortes Sotschi gelegen. Das Hinspiel findet am 1./2. März in Russland statt, das Rückspiel in Buxtehude voraussichtlich am Samstag, 8. März (16 Uhr).
Sportlich könne er Rostov nicht einschätzen. Aber die Reise sei der Wahnsinn, so der Coach. "Russische Mannschaften sind grundsätzlich körperlich sehr stark und immer unangenehm zu spielen. Einige Spielerinnen kennen wir aus den letzten beiden Champions-League-Saisons, wo sie mit Wolgograd und Valcea gegen uns gespielt haben.
Bitter für den BSV: Anstatt auf eine baldige Rückkehr auf das Handball-Parkett hoffen zu können, muss Rechtsaußen Stefanie de Beer eine weitere, lange Handball-Pause einlegen. Am vergangenen Montag wurde die 25-Jährige im Buxtehuder Elbe Klinikum erneut operiert. Mannschaftsarzt Dr. Wolfram Körner entfernte einen Knorpelschaden im linken Knie. Bereits im vergangenen Oktober musste sich de Beer einer Patellasehnen-Operation im rechten Knie unterziehen, kämpfte seitdem um ihr Comeback. Ob die gebürtige Berlinerin nach dem erneuten Eingriff in der laufenden Saison noch ins Spielgeschehen eingreifen kann, ist offen.
Nachtrag zum Sensationsspiel im Achtelfinale: Das Rückspiel des Buxtehuder SV in der Halle Nord im Cup Winner´s Cup wird als eines der größten Spiele in die BSV-Annalen eingehen. "Ein Spiel, das gleich mehrere interessante Geschichten geschrieben hat", so BV-Marketing-Boss Thorsten Sundermann.
Schon zum dritten Mal in vier Jahren hat der BSV ein verloren geglaubtes Duell im Rückspiel umgebogen. Im Viertelfinale der Play-offs 2011 konterte der BSV eine Acht-Tore-Niederlage (22:30) im Hinspiel beim HC Frankfurt/Oder mit einem Zehn-Tore-Sieg im Rückspiel (32:22), zog ins Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft ein. 2012 gelang dem BSV das Gleiche wieder. Diesmal im Play-off-Halbfinale gegen den HC Leipzig (27:19), als das Team ebenfalls acht Tore (23:31) aufholte und das Meisterschafts-Finale wegen der mehr erzielten Auswärtstore erreichte.
In der Addition beider Spiele zwischen dem Buxtehuder SV und Érd HC stand es am Ende 54:54 (23:32 im Hinspiel und 31:22 im Rückspiel). Der BSV zog wegen eines mehr erzielten Auswärtstors in die nächste Runde ein. Im Jahr 1995 lief es anders herum. Damals stand es nach zwei Spielen 44:44. Auch damals kam der Gegner Debrecen aus Ungarn. Aber: Wegen der zwei weniger erzielten Auswärtstore schied der BSV aus.
Bei ihrem letzten Europapokal-Spiel für den Buxtehuder SV lief sie noch als Anja Neumann auf. Das war im Challenge-Cup-Wettbewerb in der Saison 2005/2006 – also vor acht Jahren. Seitdem hat sich für „Hossi“ einiges verändert. Sie hat geheiratet, führt nun den Nachnamen Ziegler, ist Mutter eines dreijährigen Sohnes, geht „nur noch“ in den Heimspielen des BSV-Juniorenteams in der 3. Liga Ost auf Torejagd. Am vergangenen Samstag gab sie nach acht Jahren ihr Europacup-Comeback, beteiligte sich mit ihrem Treffer zum 24:15 in der 44. Spielminute am BSV-Sensationserfolg.
Auch Mayi Hahn schrieb ein Stück BSV-Geschichte: Zehn Sekunden vor dem Abpfiff - der BSV lag zu diesem Zeitpunkt mit 30:22 in Führung - erzielte ausgerechnet Hayn, die am Spieltag ihren 26. Geburtstag feierte, den entscheidenden Treffer zum 31:22. "Ein schöneres Geschenk als diesen Sensationssieg kann man sich kaum vorstellen", so Hayn.
Der Karten-Vorverkauf für das Europapokal-Viertelfinale startet am heutigen Samstag, 15. Februar. Dauerkarten-Inhaber besitzen ein Vorkaufsrecht auf ihre Plätze, das bis Freitag, 21. Februar, gilt.