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Wie das Kaninchen vor der Schlange!

Tröstende Worte von Trainer Dirk Leun nach der Niederlage (Foto: oh)
 

24:37! Buxtehude verliert hoch gegen russischen Spitzenverein / Rückspiel am Samstag / A-Jugend im Viertelfinal-Hinspiel um die Deutsche Meisterschaft

ig. Buxtehude. Im Achtelfinale schafften die Handballerinnen des Buxtehuder SV ein Wunder, drehten im Rückspiel des EHC Cup Winners's Cup gegen Erd einen Neu-Tore-Rückstand. Jetzt braucht das Team von Trainer Dirk Leun für das Rückspiel am Samstag, 8. März, 16 Uhr, Halle Nord, ein noch größeres Wunder. Beim russischen Vizemeister HC Rostov Don setzte es mit 24:37 eine derbe Niederlage.
Gegen körperlich und spielerisch überlegene Gastgeberinnen fand der BSV zu keiner Zeit zu seinem gewohnten Spiel, agierte vor allem in der ersten Hälfte zu passiv. Erst im zweiten Durchgang fasste das von der starken Spielmacherin Randy Bülau (11 Tore) angeführte Team mehr Mut, agierte in Angriff und Deckung couragierter und konnte die Partie ausgeglichen gestalten. Insgesamt war jedoch ein Klassenunterschied zu erkennen und die Niederlage auch in dieser Höhe verdient.
In der mit 2.500 Zuschauern gefüllten Arena legte Rostov-Don ein hohes Tempo vor, führte schon nach wenigen Minuten mit 5:1. Immer wieder eroberte die offensive und bewegliche 6:0-Deckung der Gastgeberinnen den Ball, schaltete schnell um, nutzte die sich bietenden Chancen konsequent. BSV-Trainer Dirk Leun sah sich daher schon früh gezwungen, eine Auszeit zu nehmen. Diese schien zunächst zu wirken, Friederike Gubernatis und Marcella Deen brachten Buxtehude auf 3:6 heran, neue Hoffnung keimte auf. Diese war jedoch nur von kurzer Dauer. Denn immer wieder wurden die Buxtehuder Angriffsaktionen vom russischen Abwehrblock im Keim erstickt. Rostov zog über 9:3 und 12:4 auf 15:6 davon, baute zur Pause seinen Vorsprung auf 20:9 aus.
In der Kabine schien die Buxtehuder Mannschaft neuen Mut gefasst zu haben. Bis lange in die zweite Hälfte hinein hielt der BSV den Rückstand bei elf Toren, kam sogar nochmal auf zehn Tore heran (22:32). Die BSV-Stärke trug vor allem einen Namen: Randy Bülau. Die 33-jährige Regisseurin ging kompromisslos in die Lücken, verwandelte nervenstark vom Siebenmeter-Punkt, wurde zurecht nach dem Spiel als beste Gäste-Spielerin ausgezeichnet.
Die knallharte Analyse von Trainer Dirk Leun: "Rostov war uns heute einfach in allen Belangen überlegen und eine Nummer zu groß für meine Mannschaft. Wir haben in der ersten Halbzeit teilweise wie gelähmt gespielt, uns wie das Kaninchen vor der Schlange verhalten. Das war eine Lehrstunde für uns und wir werden im Rückspiel sehen, was wir aus dieser Partie gelernt haben.“
Für das Rückspiel am kommenden Samstag erhofft sich Manager Peter Prior trotz der hohen Niederlage eine volle Halle. „Mit einer weiteren Sensation brauchen wir uns nicht zu befassen. Aber ich wünsche mir, dass die Fans unser Team gegen diesen starken Gegner noch einmal unterstützen."
Im Anschluss um 19 Uhr trifft die weibliche A-Jugend des BSV im Viertelfinal-Hinspiel um die Deutsche Meisterschaft auf den TSV Birkenau. Coach Leun, verantwortlich für beide Mannschaften, weiß sehr wohl, was seine Spielerinnen und die Zuschauer in diesen beiden Spielen erwartet. „Die Besucher bekommen mit Rostov-Don eine Mannschaft mit Champions-League-Format zu sehen. Und unsere A-Jugend hat eine realistische Chance zum zweiten Mal in Folge das Final Four um die Deutsche Jugendmeisterschaft zu erreichen."
Sollte die BSV-A-Jugend den Sprung ins Halbfinale schaffen, würde das bedeuten, dass der Buxtehuder SV am 26./27. April mit zwei Mannschaften nach Leipzig reist. In der Arena Leipzig findet dann erstmals die Endrunde um den DHB-Pokal und das Final Four um die Deutsche Jugendmeisterschaft statt.