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Zittern um den Hamburger SV

Timo Horn ist Abteilungsleiter des Supporters Club (Foto: HSV)
bc. Buxtehude. Wenn es um die aktuelle Situation des Fußball-Bundesligisten Hamburger SV geht, ist Timo Horn aus Buxtehude ein gern gesehener Interview-Partner. Erst recht vor dem heute anstehenden Nordderby gegen Werder Bremen (15.30 Uhr). Der 38-Jährige ist seit 2014 Abteilungsleiter des HSV Supporters Club - eine Abteilung im Verein mit rund 67.000 fördernden Mitgliedern.
Ein Job, der in diesen Zeiten wahrlich nicht einfach ist. Der HSV kämpft als Tabellenletzter um den Klassenerhalt. „Wenn wir als Fans jetzt nicht geschlossen hinter der Mannschaft stehen und als Verein zusammenstehen, steigen wir ab“, sagt Horn im WOCHENBLATT-Gespräch.
Der Vertriebsmanager und Inhaber einer Promotionagentur, der vor rund zehn Jahren der Liebe wegen nach Buxtehude gezogen ist und ursprünglich aus Handeloh in der Nordheide stammt, muss als Supporters-Chef ganz unterschiedliche gesellschaftliche Schichten repräsentieren: vom Hafenarbeiter bis zum Chefarzt. Da den richtigen Ton zu treffen, ist manchmal ein echtes Vabanque-Spiel. Letztlich geht es aber immer nur um Fußball.
Im Interview mit der Vereinshomepage hsv.de hat Timo Horn unter der Woche versucht, die Kurve auf das Spiel gegen Werder einzuschwören: „Supporter sind Unterstützer und wir sollten unseren Jungs aufhelfen, wenn sie am Boden sind und nicht noch drauftrampeln. Jetzt sind sie in Hoffenheim aufgestanden, das müssen wir als Signal aufnehmen. Jetzt zählt’s: gemeinsam!“, so Horns Worte. Die Tribüne müsse am Samstag von Anfang an zeigen, dass es nur einen Sieger geben kann: den HSV.
Timo Horn hat schon bessere Zeiten mit dem HSV mitgemacht. Das erste Mal war er mit drei Jahren im Stadion - damals wurden Manni Kaltz, Felix Magath und Co. Deutscher Meister. Das nächste Highlight folgte 1987 beim Pokalsieg in Berlin, als er live im Stadion mitfiebern durfte. Seit 1999 besitzt er jetzt schon eine Dauerkarte. 2004 gründete er den Fanclub „Südlich von Hamburg“ mit heute rund 30 Mitgliedern. In diesen Zeiten durchlebte Horn mit seinen Rothosen immer wieder Berg- und Talfahrten: mal Champions League, mal Relegation, aber nie abgestiegen.
Zuletzt musste die Mannschaft des HSV viel Häme ertragen - auch von der Tribüne. Horn dazu: „Ich bin mir sicher, gegen Bremen hat die Kurve ihren Kampfgeist wiedergefunden und wird mit voller Energie hinter der Mannschaft stehen.“
Bis 2017 ist Timo Horn Chef des Supporters Club. Ob er für eine weitere Amtszeit kandidiert, weiß er nicht: „Die Entscheidung ist noch nicht gefallen.“