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Erster großer Neubau-Auftrag seit Insolvenz: Pella Sietas baut Baggerschiff

bc. Neuenfelde. Das sind doch mal gute Nachrichten von der Pella Sietas Werft in Hamburg-Neuenfelde: Nachdem das WOCHENBLATT jüngst über eine neue Partnerschaft mit einem Logistik-Dienstleister berichtete, hat das Unternehmen jetzt den ersten Großauftrag für einen Schiffs-Neubau seit der Insolvenz (das WOCHENBLATT berichtete) an Land gezogen.
Die Fachstelle Maschinenwesen Nord der Generaldirektion Wasserstraßen- und Schifffahrt (GDWS) hat bei Pella Sietas den Bau eines neuen Laderaumsaugbaggers beauftragt. Haupteinsatzgebiet des 132 Meter langen und 23,4 Meter breiten Schiffes wird die Tideelbe sein, um die Fahrrinne frei zu halten. Der Auftrag hat ein Volumen von 95 Millionen Euro. Auf WOCHENBLATT-Anfrage teilt Werftchefin Natallia Dean mit: „Ab sofort stellen wir neue Mitarbeiter in den Bereichen Produktion und Konstruktion ein.“ Aktuell arbeiten auf der Werft ca. 200 Beschäftigte.
Wie berichtet, übernahm der russische Konzern „Pella Shipyard“ die insolvente Traditionswerft vor fast drei Jahren. Eigentlich hätten hier gemäß Plan bis Ende 2016 drei neue Schiffe gebaut werden sollen. Das hat sich aber zerschlagen - u.a. wegen der Unsicherheiten aufgrund der europäischen Wirtschaftssanktionen gegen Russland. Bislang konnte Pella Sietas nur einen Neubau-Auftrag für eine Hadag-Hafenfähre gewinnen, die im Frühjahr 2017 ausgeliefert werden soll. Im Dezember 2018 soll der neue Saugbagger in Betrieb gehen.