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Gaststätten-Verband setzt sich zur Wehr

Nathalie Rübsteck, Geschäftsführerin des Dehoga-Bezirksverbandes Stade (Foto: Dehoga)
(bc). Der Deutsche Hotel- und Gaststätten-Verband (Dehoga) wehrt sich gegen die Behauptung der Gewerkschaft für Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), dass er den 13-Stunden-Arbeitstag zur Norm machen will (das WOCHENBLATT berichtete). Der Dehoga dränge mit seiner Initiative www.wochen-arbeitszeit.de vielmehr auf eine zeitgemäße Anpassung des Arbeitszeitgesetzes von 1994, heißt es in einer Pressemitteilung.
Man halte die starre tägliche Höchstarbeitszeit im Arbeitszeitgesetz von regelmäßig acht, im Ausnahmefall maximal zehn Stunden für nicht mehr zeitgemäß. Der Verband macht sich deshalb stark für eine Umstellung von einer täglichen auf eine wöchentliche Höchstarbeitszeit. So könnten Arbeitszeiten flexibel auf die Woche verteilt werden, ohne die Gesamtarbeitszeit zu verlängern.
„Es geht uns nicht um mehr Arbeit, sondern um eine bessere Verteilung“, sagt Nathalie Rübsteck, Geschäftsführerin des Dehoga-Bezirksverbandes Stade. Gesundheitsschutz, Jugendarbeitsschutz und Mindestruhezeiten bleiben gewahrt. Eine tägliche Arbeitszeit von 13 Stunden solle keineswegs Alltag werden, aber möglich sein. Rübsteck: „Nämlich dann, wenn die Veranstaltung länger dauert als geplant, das Wetter besser ist als vorhergesagt und der Biergarten voll ist oder sich der Reisebus verspätet und die Gäste dennoch zu Abend essen wollen.“