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Handwerk ist optimistisch

Das Bauhandwerk hat sich besonders positiv entwickelt (Foto: epr Xella ytong)
(bc). Die Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade blickt zuversichtlich auf das neue Jahr. Hauptgeschäftsführer Eckhard Sudmeyer rechnet 2017 mit einer Fortsetzung der guten Entwicklung. „Die konjunkturelle Lage des regionalen Handwerks ist unverändert gut und die Binnennachfrage dürfte stabil bleiben“, sagt Sudmeyer. Für 2016 rechne das Handwerk mit einem Umsatzplus von drei Prozent. Eine Prognose, die sich trotz höherer Zuwächse in den vergangenen Quartalen jedoch nicht auf das kommende Jahr übertragen lasse. Grund: Das Handwerksgewerbe arbeite bereits jetzt an der Grenze seiner Kapazitäten, so Sudmeyer: „Wir rechnen daher mit einem nominalen Umsatzplus von zwei Prozent in 2017.“
Das Geschäftsklima im Handwerk des Kammerbezirks hat in der zweiten Jahreshälfte mit 78 Indexpunkten einen neuen Höchstwert erreicht. Damit wurde der Spitzenwert des Vorjahres nochmals um vier Punkte überschritten. Etwa 95 Prozent der Handwerksbetriebe waren nach der Herbstumfrage zur Konjunktur mit ihrer Geschäftslage zufrieden. Auch die Bereitschaft, zusätzliche Mitarbeiter einzustellen, ist hoch. „Ein leichter Zuwachs von 0,5 Prozent bei der Zahl der Beschäftigten ist am Jahresende durchaus realistisch“, ist der Hauptgeschäftsführer optimistisch. Es sei jedoch in vielen Fällen schwierig, geeignete Fachkräfte zu finden.
Spürbar gestiegen sei der Anteil der Betriebe mit einem hohen Auslastungsgrad ihrer Kapazitäten. In der Regel gilt ein Auslastungsgrad von mehr als 80 Prozent als gut. Besonders positiv entwickelt hat sich das Bau- und Ausbauhandwerk. Steigender Bedarf an Wohnraum und ein weiterhin niedriges Zinsniveau werden laut Sudmeyer auch 2017 für eine hohe Baunachfrage sorgen.
Sorgen bereiten den Unternehmen neben dem Mangel an Fachkräften vor allem hohe Zusatzbelastungen. „Handwerksunternehmen sind in den vergangenen Jahren mit immer mehr Einzelbelastungen konfrontiert worden“, erklärt Sudmeyer. Neben dem Rundfunkbeitrag und der Gebührenpflicht für Regelkontrollen bei der Lebensmittelüberwachung gehöre dazu auch die Umlage aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz, die 2017 erneut ansteigt. Zudem drohe im neuen Jahr, dass trotz aller Proteste aus dem Handwerk auf Landesebene die Weichen für die Erhebung von kommunalen Tourismusabgaben gestellt werden. Dabei seien vielmehr gezielte Entlastungen erforderlich, um die Investitionsnachfrage der Unternehmen zu erhöhen. Sudmeyer: „Dafür werden wir auch im kommenden Jahr weiter eintreten.“