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Hohes Bußgeld der Bundesnetzagentur gegen einen Stromanbieter

Der Vertrag mit "Sorglosstrom" kam einem WOCHENBLATT-Leser teuer zu stehen. Der Mutterkonzern hat jetzt ein Rekordbußgeld kassiert (Foto: archiv)

tk. Landkreis. Das dürfte einige WOCHENBLATT-Leser in den Landkreisen Stade und Harburg freuen: Die Bundesnetzagentur hat wegen unerlaubter Werbeanrufe ein Rekordbußgeld in Höhe von 300.000 Euro verhängt. Zahlen soll diese Summe der Stromversorger "Energy2day".

In den vergangenen zwei Jahren hatte die Redaktion mehrfach über das Unternehmen bzw. Tochterfirmen unter dem Dach von "energy2day", in einem Fall "Sorglosstrom", berichtet. Sowohl am Telefon als auch mit Drückerkolonnen wurden arglosen Neukunden Verträge vermittelt, die im Endeffekt alles andere als günstig waren. Im Landkreis Harburg waren zudem Telefon-Werber in der Leitung, die vorgaben, im Auftrag lokaler Energieversorger tätig zu sein.

Über "energy2day" hatten sich mehr als 2.500 Menschen aus ganz Deutschland bei der Bundesnetzagentur beschwert. Der Stromanbieter kann gegen das Bußgeld noch Einspruch vor dem Amtsgericht Bonn einlegen.

Das WOCHENBLATT hatte im vergangenen Jahr nach einem Fall in Neu Wulmstorf recherchiert und dabei herausgefunden, dass zumindest die Androhung hoher Bußgelder - in einem Fall 250.000 Euro nach einer Unterlassungsklage durch die Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt - offenbar kaum Eindruck bei "energy2day" hinterlassen hatten.