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IHK Studie zum Mindestlohn

tk. Stade. Jedes dritte Unternehmen im Elbe-Weser-Raum beklagt den immens hohen Bürokratieaufwand beim Mindestlohn. Das ist das Ergebnis einer Umfrage der IHK Stade.

35 Prozent der befragten Betriebe bemängeln die Dokumentationspflichten, die der Mindestlohn, der seit Januar gilt, nach sich zieht. Thomas Windgassen, Präsident der IHK Stade, fordert daher schnelles Handeln vom Gesetzgeber. Es müsse drigend etwas zum Wohle der Wirtschaft verändert werden.

Besonders kleine Betriebe, die auf Aushilfen angewiesen seien, hätten mit der wöchentlichen Dokumentation der täglichen Arbeitszeiten Probleme. Vor allem betroffen seien Handel, Verkehrsgewerbe und die Gastronomie.
Für 14 Prozent der befragten Unternehmen im Bezirk der IHK Stade sind gestiegene Lohnkosten eine Folge des neuen Gesetzes. Zehn Prozent klagen über den Wegfall von Praktikantenstellen und ebenfalls zehn Prozent klagen über Preissteigerungen in Folge des Mindestlohns.

Ein weiteres Problem besonders bei kleinen Unternehmen: Unzählige Anfragen von Kunden, die wissen wollen, ob in der Firma Mindestlohn gezahlt werde. In manchen Branchen, so die Autoren der aktuellen Studie, herrsche gegenseitiges Misstrauen, kritisiert die IHK Stade.
"Eine Nachbesserung muss sein", fordert IHK-Präsident Windgassen von der Bundesregierung.