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Konjunktur-Umfragen im Landkreis Stade: Wirtschaft floriert, es fehlt nur Personal

bc. Stade. Die aktuellen Konjunkturumfragen in der Region zeichnen ein positives Bild für das dritte Quartal - sowohl bei der Industrie- und Handelskammer als auch bei der Handwerkskammer: hohe Auftragsbestände in der Bauwirtschaft, stabile Ertragslage im Einzelhandel, zufriedenstellendes Kreditgeschäft bei den Banken, goldener Herbst im Handwerk.
„Branchenübergreifend bewerten 30 Prozent ihre Situation als gut, 65 Prozent sind zufrieden. Im Vergleich zum Vorquartal konnte die positive Einschätzung leicht zulegen“, bilanziert Henrik Gerken, Referent für Volkswirtschaft der IHK Stade. In anderen Teilen Niedersachsens sei die Stimmung noch besser. Wie im Elbe-Weser-Raum seien auch dort nur sechs Prozent der Unternehmen unzufrieden, hingegen bewerten 40 Prozent ihre Lage als gut. 368 Unternehmen aus dem Elbe-Weser-Raum wurden bei der IHK-Umfrage befragt, 205 Unternehmen haben geantwortet.
Beim Blick in die Zukunft zeigen sich die die Betriebe im Elbe-Weser-Raum in ihrer Einschätzung etwas zurückhaltender als die niedersächsischen insgesamt. Die positiven und negativen Erwartungen an die kommenden zwölf Monate gleichen sich hier nahezu aus. Gut zwei Drittel der Betriebe gehen von einer gleichbleibenden Geschäftsentwicklung aus.
Die Beschäftigungsabsichten der regionalen Unternehmen sind demnach von Stabilität geprägt. 71 Prozent gehen von konstanten Beschäftigtenzahlen aus. Die positive Entwicklung am Arbeitsmarkt setzt sich fort. Nach einem leichten Anstieg zu Beginn der Sommerferien liegt die Zahl der Arbeitslosen im September mit 20.850 unter dem Vorjahresniveau (21.669). Im Vergleich zu Deutschland (5,5 Prozent) und Niedersachsen (5,6 Prozent) wartet der Elbe-Weser-Raum mit einer unterdurchschnittlichen Arbeitslosenquote (4,8 Prozent) auf.
Im Handwerk läuft es richtig gut. Laut aktueller Herbstkonjunkturumfrage der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade erreicht der Geschäftsklimaindex im dritten Quartal 2017 erneut den Spitzenwert von 78 Punkten aus dem Vorjahr. „94 Prozent der befragten Handwerksbetriebe sind mit ihrer Geschäftslage zufrieden. Darunter sind 61 Prozent, die sogar zu dem Urteil kommen: Es läuft richtig gut“, sagt Kammerhauptgeschäftsführer Eckhard Sudmeyer.
Umsatz, Auftragsbestand und Beschäftigung – im Handwerk zeigen alle Konjunkturindikatoren im Herbst 2017 deutlich nach oben. Als zunehmender Engpass und damit Hindernis für ein noch stärkeres Wachstum erweise sich jedoch der Arbeitsmarkt. In der Herbstumfrage des Vorjahres hätten 37 Prozent der Betriebe offene Stellen angegeben, inzwischen sei der Anteil auf 46 Prozent angestiegen. „Fachkräfte mit dualer Berufsausbildung sind mehr denn je gefragt. Im besonderen Fokus der künftigen Regierungen auf Landes- und Bundesebene muss daher stehen, das Berufsbildungssystem zu stärken“, sagt der Hauptgeschäftsführer.