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Krankenhaus-Fusion: Elbe Klinikum könnte die Regie übernehmen

Das Elbe Klinikum bietet den "OsteMed"-Krankenhäusern im Landkreis Rotenburg einen Managementvertrag bis 2015 an (Foto: archiv)

tk. Buxtehude. Die Elbe Kliniken wollen mit dem Landkreis Rotenburg über einen Managementvertrag für die beiden Krankenhäuser in Zeven und Bremervörde verhandeln. Der Aufsichtsrat der Elbe Klinien hat dem zugestimmt. Wie berichtet, wird der Landkreis Rotenburg vorübergehend alleiniger Eigentümer der beiden "OsteMed"-Kliniken werden, die in die roten Zahlen gerutscht sind. Die Rotenburger Kreisverwaltung will parallel Gespräche mit Bewerbern für eine Beteiligung oder Übernahme führen. Darunter sind die Elbe Kliniken und das Rotenburger Diakonie-Krankenhaus, das zur Agaplesion-Gruppe gehört.

Die Elbe Kliniken bieten mit ihrem Management-Vertrag eine Atempause für konkrete Verhandlungen zur Beteiligung oder Übernahme an. Die bereits bestehende, enge medizinische Zusammenarbeit in Bremervörde könnte auf Management-Ebene auf beide OsteMed-Standorte erweitert werden: Die Elbe Klinken würden die Geschäftsführung, die Leitung der Finanzen und die Budget-Verhandlungen für Zeven und Bremervörde übernehmen. Die Pläne des Elbe Klinikums sehen eine Befristung dieses Vertrags bis Ende 2015 vor. Elbe Klinikum Betriebsleiter Martin Grasselli erklärt, das damit noch nichts hinsichtlich einer Beteiligung der Elbe Klinik an OsteMed beschlossen sei.
Ein Stolperstein einer möglichen Fusion aus Sicht der Krankenhaus-Mitarbeiter im Landkreis Rotenburg dürften strategische Überlegungen im Hintergrund sein: Aus Sicht des Elbe Klinikums wäre ein Zusammengehen mit Bremervörde sinnvoll. Zeven liegt dagegen näher an Rotenburg und dem Diakonie-Krankenhaus. Gegenüber dem Rotenburger Landrat Hermann Luttmann (CDU) und einigen Mitgliedern des Kreistags hat der OsteMed-Betriesrat Klartext geredet, wie die Rotenburger Rundschau berichtet: Keine Trennung der beiden Häuser und am besten bliebe der Landkreis Rotenburg alleiniger Besitzer. Zweifel sind angebracht, ob die Politik in Rotenburg diesen Weg gehen wird.