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Mehr Anfragen nach leeren Läden: Mit einer Leerstandsquote von vier Prozent gilt der Buxtehuder Einzelhandel als gesund

Für die Buxtehuder Wirtschaft aktiv: Sabrina Neuwerk (v. li.), Karin Kahnenbley, Kirsten Böhling, Kerstin Maack und Barbara Rode von der Wirtschaftsförderung (Foto: Hansestadt Buxtehude/Daniela Ponath Fotografie)
Dass der Einzelhandel mit der Digitalisierung und dem veränderten Kundenverhalten vor einer großen Herausforderung steht, will Kerstin Maack, Wirtschaftsförderin der Hansestadt Buxtehude, nicht bestreiten. Gemeinsam mit dem regionalen Einzelhandel, dem Altstadtverein, dem Stadtmarketing und dem Wirtschaftsverein Buxtehude sei die Stadt im Arbeitskreis Einzelhandel aktiv dabei, zukunftstaugliche Strategien und Lösungen zu erarbeiten. Doch noch sei die Situation des Einzelhandels in Buxtehude durchaus gesund. Das macht die Wirtschaftsförderin u.a. an der Leerstandsquote fest, die beim Einzelhandel aktuell bei vier Prozent liegt. "Laut Einzelhandelskonzept der Cima spricht man sogar noch bei fünf bis acht Prozent Leerstand von einer gesunden Quote", so Kerstin Maack. In ganz Buxtehude gibt es 281 Geschäfte, davon 156 im Innenstadt-Bereich. "Das zeigt auch, dass es uns dank des Einzelhandelkonzepts gelungen ist, die Kernfunktion einer Innenstadt zu erhalten: Unsere Innenstadt ist nach wie vor der zentrale Platz des Handels und der Dienstleistung."
Von den 281 Geschäften stehen 14 leer, wobei es ganz danach aussieht, als ob für vier der leeren Läden ein Nachfolger gefunden ist. "Bei diesen vier Läden ist aber die Tinte noch nicht trocken", ist Kerstin Maack vorsichtig. Auch in diesem Verhandlungsstadium habe sie es schon erlebt dass Interessenten noch abgesprungen seien. Zwar stehen Geschäfte auch in Buxtehude längere Zeit leer als früher. Doch gebe es zuzeit verstärkt Anfragen auch nach diesen Objekten." In der jüngeren Vergangenheit hat es bereits viel Bewegung in Buxtehude gegeben, das ist ein gutes Zeichen", so Kerstin Maack. Unter anderem hat Elbstoff mit Lille Lispeltute einen Nachfolger gefunden, Ella Erdmann ist in den Flethenkieker gezogen, das Fotostudio Schattke hat erweitert, bei Gründahl am Hafen gibt es einen Nachnutzer, die Küchendiele ist von Neu Wulmstorf nach Buxtehude gezogen und in der Bahnhofstraße haben die Bäckerei Junge und ein Geschäft für Taschen und Schuhe neu eröffnet. Außerdem sind mit Hunkemöller und Armbruster zwei Filialisten in die Lange Straße gekommen.
Ein wichtiger Partner für das Leerständemanagement der Hansestadt sind auch die Immobilienbesitzer. "Der Strukturwandel im Einzelhandel zieht auch einen Wandel für die Immobilienwirtschaft nach sich", erklärt Kerstin Maack. Doch nicht jeder Hauseigentümer ist erreichbar. "Ist der Eigentümer eine in Buxtehude verwurzelte Person, sind Gespräche z.B. über die Ausgestaltung von Mietverträgen eher möglich, als wenn es sich um einen Eigentümerfonds aus dem europäischen Ausland handelt", erklärt die Wirtschaftsförderin.
www.buxtehude.de/wirtschaft/freie-ladengeschaefte

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