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Mobile-Gaming: Spielerisch zum Erfolg

In zwei Wochen will Thorben Rackow sein neues Spiel "Flatfatcat" an den Markt bringen (Foto: bc)
bc. Stade. Es kommt nicht selten vor, dass im Büro von Thorben Rackow im Gründungs- und Innovationszentrum Stade (GIS) spät in der Nacht noch Licht brennt. Seit Anfang des vergangenen Jahres hat sich der Spiele-Entwickler hier im Stadtteil Ottenbeck mit seinem Ein-Mann-Unternehmen „Rainware“ eingemietet und bisweilen arbeitet er fast rund um die Uhr, damit sein Business Erfolg hat.
Vor wenigen Monaten brachte der gebürtige Stader sein erstes Online-Spiel an den Markt: „Timbertales“ heißt es, ein Fantasy-Strategie-Spiel, das in seiner Grundidee an den Klassiker „Battle Isle“ erinnert - nur ohne Kriegsszenario. Das zweite Spiel soll in Kürze marktreif sein. Mit „Flatfatcat“ - ein schnell verständliches Daddel-Spiel fürs Smartphone - will der 32-Jährige dann auch wirtschaftlich Erfolg haben und mehr Gelegenheitsspieler gewinnen.
Thorben Rackow (32) ist ein typischer „Indie-Game-Entwickler“ - also ein unabhängiger Entwickler, der Spiele für das Smartphone, Tablet-Computer oder den PC entwirft - frei von Vorgaben irgendwelcher Finanziers. Eines der bekanntesten Indie-Spiele ist „Minecraft“.
Der Gang in die Selbstständigkeit hat immer mit Mut zu tun. Auch Thorben Rackow fiel die Entscheidung nicht leicht: „Man braucht auf jeden Fall Ausdauer“, weiß der Jungunternehmer. Das erste halbe Jahr nach Firmengründung konnte er mit einem Existenzgründerzuschuss von der Arbeitsagentur gut überbrücken. Als es danach finanziell knapp wurde, musste er doch wieder zwischendurch jobben, um an Kapital zu kommen, damit er weiter seinen großen Traum leben kann.
Bis jetzt wirft seine Idee noch keinen Gewinn ab. Die rund 500 Downloads bei „Timbertales“ reichen nicht aus, um damit Geld zu verdienen. Zumal der Download kostenlos ist. Rackow setzt derzeit auf In-App-Käufe. Das sind zusätzliche Inhalte, die Spieler in seiner App erwerben können.
Dass Thorben Rackow irgendwann mal Online-Spiele entwickeln wird, war nicht immer abzusehen. Nach der Realschule und der Höheren Handelsschule begann er zunächst eine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann. Erst danach entschied sich der passionierte Online-Zocker, seine Leidenschaft zum Beruf zu machen.
Als einer der ersten Auszubildenden (Fachinformatiker) unterschrieb er 2007 einen Vertrag bei „InnoGames“, ein Stader Unternehmen, das sich damals in der Aufbauphase befand. Mittlerweile ist „InnoGames“ eine echte Nummer in der Mobile-Gaming-Branche mit mehr als 400 Mitarbeitern und Standorten in Hamburg und Düsseldorf.
Das zeigt: Stade scheint ein gutes Pflaster für Spiele-Entwickler zu sein. Irgendwann hatte Thorben Rackow das Pendeln nach Hamburg aber satt. Nun geht er eigene Wege. Wahrscheinlich in zwei Wochen steht „Flatfatcat“ zum Download im Apple- und Google-Store bereit. Danach wird sich zeigen, wohin die Reise für ihn geht.
• Weitere Infos unter www.rainware.net.