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Sepa-Umstellung zum 1. Februar klappt nicht

Die Umstellungsrate ist zum jetzigen Zeitpunkt laut EU-Kommissar Michel Barnier „nicht hoch genug", um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten (Foto: archiv)
(bc). Das WOCHENBLATT ahnte es schon im Sommer 2013: Der Start des neuen einheitlichen europäischen Zahlungssystems SEPA zum Stichtag 1. Februar 2014, infolge dessen auch die 22-stellige IBAN-Nummer eingeführt werden soll, droht zu scheitern, schrieb unsere Zeitung damals. Jetzt hat die EU-Kommission die Notbremse gezogen und die Frist um weitere sechs Monate verlängert.

Die Umstellungsrate sei zum jetzigen Zeitpunkt laut EU-Kommissar Michel Barnier „nicht hoch genug, um einen reibungslosen Übergang zu Beginn des kommenden Monats zu gewährleisten“. Bis zum 1. August sollen deswegen noch beide Zahlungsweisen gelten. Doch spätestens danach soll das SEPA-Verfahren endgültig Pflicht sein: Alle Kontonummern werden auf das 22-stellige IBAN-Format (Ländercode, Prüfziffer, Bankleitzahl, Kontonummer, ggf aufgefüllt mit Nullen) umgestellt.

Betroffen sind Privat- und Geschäftskonten gleichermaßen. Nur ein paar Zeichen mehr – aber die Auswirkungen sind immens. Für Unternehmen, aber auch für Vereine waren bis dato keinerlei Übergangsfristen geplant. Das heißt: Wer nicht umstellt, erleidet Schiffbruch. Der bargeldlose Zahlungsverkehr wäre lahmgelegt, da Banken Überweisungen und Lastschriften von Unternehmen und Vereinen in Zukunft ausschließlich im Sepa-Datenformat annehmen und ausführen dürfen.
Trotzdem ignorieren viele Unternehmen noch immer die Reform. Grund: Für viele Kleinbetriebe erscheint sie völlig irrelevant, da sie wahrscheinlich nie Geschäfte mit dem Ausland abwickeln werden.