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Sparkasse: Ehemaliges Verwaltungsratsmitglied reagiert auf geplatzte Fusion

Grünen-Ratsherr Reinhard Elfring (Foto: archiv)
bc. Stade. Dass angesichts der geplatzten Fusion der Sparkassen Harburg-Buxtehude und der Sparkasse Stade-Altes Land die Kommunikation zwischen Vorstand und Verwaltungsrat der Sparkasse Stade-Altes Land nicht optimal gelaufen ist, scheint klar zu sein (das WOCHENBLATT berichtete). Jetzt hat sich der Stader Ratspolitiker Reinhard Elfring (Grüne, Foto), früher Mitglied im Verwaltungsrat, in einer Stellungnahme zu Wort gemeldet.
„In den vergangenen fünf Jahren hatte ich die Ehre, dem Verwaltungsrat der Sparkasse Stade-Altes Land anzugehören. In dieser Zeit haben wir unsere Entscheidungen gewissenhaft und sorgfältig - stets nach guter Vorbereitung durch die Vorstände - nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten getroffen. Das gilt auch für die Entscheidung, Sondierungsgespräche mit dem Ziel einer Fusion mit der Sparkasse Harburg-Buxtehude aufzunehmen.
Leider scheinen meine Nachfolger - bei denen es sich zumindest zum Teil um die gleichen Personen handelt - nunmehr wieder in alte Fehler zurückzufallen und ihre Entscheidungen lieber nach persönlichen und lokalen Befindlichkeiten zu treffen. Auch wenn ich in die aktuellen Zahlenwerke keinen Einblick mehr habe, ist es doch offensichtlich weiterhin so, dass eine Fusion mit deutlichen wirtschaftlichen Vorteilen für die Sparkassen verbunden wäre. Etwas anderes ist den Stellungnahmen von Vorständen und Verwaltungsrat nicht zu entnehmen. Ernsthafte sachliche Gründe gegen eine Fusion wurden nicht verlautbart.
Dass bei einer Fusion mit einem wesentlich stärkeren Partner wie den Harburgern der Einfluss der Stader und Altländer in dem neuen Institut deutlich abnehmen würde, musste doch jedem klar Denkenden zu Beginn der Sondierungsgespräche klar sein. War es aber offenbar nicht. Plötzlich wird die Sorge um den eigenen Posten und der angesichts der komplexen Rahmenbedingungen ohnehin geringfügige lokale Entscheidungsspielraum höher gewichtet als die wirtschaftlichen Perspektiven der Sparkasse.
Die aus persönlichen und/oder lokalen Motiven von der Beteiligten getroffene Entscheidung hat nicht nur einen gravierenden Imageschaden für die Sparkasse Stade Altes Land verursacht, sondern ist auch mit nicht unerheblichen wirtschaftlichen Risiken verbunden. Eine verantwortungsvolle Arbeit im Sinne der Region sieht anders aus.“