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Sparkassen-Vorstand räumt mit Gerüchten in Buxtehude auf

Die Sparkassengeschäftsstelle an der Buxtehuser Bahnhofstraße steht nicht zur Disposition (Foto: tk/Sparkasse Harbug-Buxtehude)
Mutmaßung über Schwächung der Estestadt in der Sparkasse Harburg-Buxtehude

tk. Buxtehude. Durch das politische Buxtehude geistern derzeit Gerüchte, dass "Buxtehude" demnächst nur noch Bestandteil des Namens der Sparkasse Harburg-Buxtehude ist, die Hansestadt künftig aber kaum noch eine wichtige Rolle bei der Sparkasse spielen werde. Hintergrund der Gerüchteküche: Der Sparkassen-Vorstand hat die Politik am Montag während einer nicht-öffentlichen Sitzung über Perspektiven und Pläne informiert.

Thema war unter anderem eine angestrebte Satzungsänderung. Der Sparkassen-Vorstand soll von drei auf zwei Mitglieder verkleinert werden und die Verpflichtung, dass es in Buxtehude ein Vorstandsbüro gibt, würde entfallen.
Vorstandsmitglied Andreas Sommer tritt auf WOCHENBLATT-Nachfragen den Spekulationen aus der Estestadt entgegen: "Buxtehude ist und bleibt ein wichtiger Standort."

Zur Vorstandsfrage: "Wir sind überzeugt, dass ein Vorstand am effektivsten arbeitet, wer er an einem Ort sitzt", sagt Andreas Sommer. In der Vergangenheit sei Ex-Vorstandsmitglied Frank Jäschke auch nicht täglich in seinem Buxtehuder Büro  gewesen. "Buxtehude ist ein wichtiger Standort mit sehr viel Potential. Die Verantwortung dafür hängt nicht von einem Büro in der Stadt ab", sagt Sommer.
Sorge Nummer zwei aus Buxtehuder Sicht: Die große Sparkassen-Filiale an der Bahnhofstraße solle zur Disposition stehen. "Das ist aus der Luft gegriffen", widerspricht Sommer. Diese Filiale stehe nicht zur Disposition. Richtig sei, dass es Überlegungen verschiedenster Art über das Gebäude gebe, so Sommer., der  von Planen "auf lange Sicht" spricht.

Hintergrund: Die in den 1970er Jahren errichtete und in den 90er Jahren erweiterte Sparkasse Buxtehude ist in die Jahre gekommen. Energetisch entspricht das Gebäude nicht mehr dem Stand der Zeit. Außerdem sei es zu groß, so Sommer. In Zeiten von Onlinebanking kämen deutlich weniger Kunden in die Kassenhalle, um dort ihre Bankgeschäfte zu erledigen.

Daher prüfe die Sparkasse mehrere Optionen, wobei noch keine Entscheidung gefallen sei. Die Denkmodelle reichten von Sanierung bis Abriss, von Umbau im Bestand bis hin zur zusätzlichen Schaffung von Wohnungen in dem bestehendem Gebäude oder einem Neubau. "Das wären Investitionen in Millionenhöhe", sagt Andreas Sommer. Dabei entscheiden Vorstand und Verwaltungsrat nicht alleine. Auch die Träger der Sparkasse Harburg-Buxtehude sind mit im Boot. Und das ist in diesem Fall der Rat der Hansestadt. Die Mitsprache ist also gesichert.