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Stader Hafen stößt an seine Grenzen

Visite von CDU-Landtagspolitikern im Stader Seehafen (Foto: CDU)
bc. Stade. Seit Jahren wird über einen Ausbau des Stader Seehafens in Bützfleth diskutiert. Der Arbeitskreis Häfen und Schifffahrt der CDU-Landtagsfraktion war am Dienstag auf Einladung des CDU-Landtagsabgeordneten Kai Seefried vor Ort, um sich über die aktuelle Situation des Hafens zu informieren.
Die Abgeordneten trafen sich mit Vertretern des Vereins Seehafen Stade sowie mit den Unternehmen AOS, DOW, HBG und BUSS-Ports. Sie sind derzeit die Hauptnutzer im Stader Hafen. Seefried: „Sie sind verantwortlich dafür, dass der Hafen vermutlich mit zu den lukrativsten Häfen in Niedersachsen gehört.“
Die Umschlagskapazitäten liegen stabil bei ca. 6,5 Millionen Tonnen. Damit liegt der Stader Hafen auf Platz 3 in Niedersachsen nach Wilhelmshaven und Brake. Der Hafen sei jetzt aber an seine Grenzen gestoßen und werde ohne weitere Ausbauplanung keine Chance haben, die Umschlagskapazitäten zu erhöhen, so Seefried. Auch das 2012 eingeweihte BUSS-Terminal sei mittlerweile sehr gut ausgelastet mit der Verladung von Windflügeln, großen Eisengussteilen aus der Stader Industrie und dem Umschlag von Ersatzbrennstoffen, die in Stade von größeren Schiffseinheiten auf Binnenschiffe umgeladen werden. Zukünftig soll zudem der Transport von Airbus-Bauteilen über den Seehafen forciert werden.
Hafenvertreter und Politiker sind sich einig, dass schnellstens die weitere Ausbaustufe des Seehafens geplant werden muss. Zum Hintergrund: Zwischen 2008 und 2010 sah es bereits einmal nach einer kurzfristigen Umsetzung aus. Damals plante das Land eine Hafenerweiterung von rund 40 Hektar, die neu in der Elbe aufgebaut werden sollten. All diese Pläne haben sich aber aufgrund von Problemen mit dem Bebauungsplan zerschlagen.
Schnell kam die Forderung, ein neues Planverfahren für eine bedarfsgerechte, kleinere Erweiterung auf den Weg zu bringen. Letzte Planungen gehen hier von knapp über 20 Hektar aus. Wie die Landtagsabgeordneten mit großem Bedauern feststellten, wurden diese Planungen in den vergangenen Jahren nicht weiterverfolgt, so dass die Hafenentwicklung planerisch derzeit wieder bei Null beginnen würde.
„Wir brauchen jetzt endlich ein Planfeststellungsverfahren für den weiteren Bauabschnitt, damit wir keine weitere Zeit verlieren“, fordert Seefried. Auch der Verein Seehafen Stade wünscht sich die Wiederaufnahme der Planung. „Ob die nächste Erweiterung dann gleich in vollem Umfang erfolgt oder bedarfsgerecht in einzelnen Phasen ausgeführt wird, sei mal dahingestellt“, so der Vorsitzende Marcus Schlichting, der auch die dringend notwendige Anbindung an die Schiene anführte.
Für die CDU-Landtagsabgeordneten sollte ebenfalls die vorhandenen Entlade-Einrichtungen im DOW-Hafen perspektivisch um weitere Kapazitäten erweitert werden.