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Studie: Mehr Geld in niedersächsischen Tourismus investieren

Urlaub an der Elbe: Nordsee-Feeling (Foto: ab)

tk. Landkreis. Trotz Rekordzahlen bei den Übernachtungen hat Niedersachsen im touristischen Bundestrend Marktanteile verloren. Das geht aus dem Sparkassen-Tourismusbarometer 2015 hervor, den Thomas Mang, Präsident des Sparkassenverbandes Niedersachsen, am Mittwoch in Hannover vorgestellt hat.

Ein Blick in die Zahlen: 40,4 Millionen Menschen haben 2014 in Niedersachsen übernachtet. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 1,3 Prozent. Aber: Die Übernachtungszahlen sind bundesweit um drei Prozent gestiegen. "Die Wettbewerber ziehen an Niedersachsen vorbei", bilanziert Mang.

Der Analyse folgt auch gleich ein Verbesserungsvorschlag: Niedersachsen benötige mehr Ideen, mehr Innovationen und mehr Investitionen, so Mang.

Wie das funktioniert, würden einige Orte und Regionen vormachen: Norderney, Langeoog und Borkum vermarkten sich als erste zertifizierte Thalasso-Standorte Deutschlands. Als "Skiwelt Harz" arbeiten zehn Wintersportregionen zusammen.
Solche Initiativen seien notwendig, fordern die Autoren des Tourismus-Barometers.

Dass Werbung wirkt, zumindest dann, wenn sie zielgruppenorientiert ist, vermelden die Tourismus- und Marketing-Experten in der Lüneburger Heide.Die Zahl der Übernachtungen sei gestiegen und das Durchschnittlicher der Besucher gesunken (das WOCHENBLATT berichtete).

Bianka Zydek, Geschäftsführerin des Tourismusverbands Landkreis Stade, hatte im Oktober 2014 im WOCHENBLATT erklärt, dass Marktforschung und eine zielgruppenspezifische Ansprache der Urlauber künftig eine größere Rolle spielen werden. "Das kommt auf uns zu", sagte sie damals.

Marketing ist das eine, Investitionen sind das andere. Die Studie der Sparkassenverbands bezeichnet Investitionen als "Stellschraube für Wettbewerbsfähigkeit." 69 Prozent aller niedersächsichen Unternehmen im Gastgewerbe und 84 Prozent der Freizeiteinrichtungen wollen investieren. Es fehlten laut Analyse aber Eigen- und Fremdmittel sowie Fördergelder. Dabei, so die Untersuchung, gehe es nicht um gewaltige Summen: 38 Prozent der befragten Unternehmen benötigten eine Investitionssumme von unter 100.000 Euro.